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Alte Diskussionen neu aufgebrochen

In Sonnewalde brodelt wieder das Abwasser

Gossmar . Ein Annäherungskurs von Stadt und WAV gefällt nicht jedem. Ziel sind einheitliche Trinkwassergebühren.

Zwischen der Stadt Sonnewalde und der Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserverbandes Westniederlausitz (WAV) gibt es nach Jahren des Misstrauens Ansätze, aufeinander zuzugehen. Es laufen Gespräche für einheitliche Trinkwasser-Gebühren im gesamten Verbandsgebiet zum 1.1.2019, hieß es bei einer Sitzung vom städtischen Abwasserausschuss im Ortsteil Goßmar. „Wir haben die Initiative ergriffen“, sagte Bürgermeister Werner Busse (CDU).

Als Zeichen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit würden aber die Aufhebungen einiger Beschlüsse der Sonnewalder Stadtverordneten erwartet. Vor fünf Jahren hatten sie sich klar zum abwasserseitigen Austritt aus dem WAV, zu einer eigenen Abwasserentsorgung und zum Weiterbetrieb der Kläranlage Münchhausen positioniert. Beschlüsse, die „nichts gebracht haben“, außer dass „ein Haufen Geld für Anwälte ausgegeben“ wurde „für nischt und wieder nischt“, wie mehrere Ausschussmitglieder zusammenfassten. Die Sonnewalder zahlen nach wie vor hohe Gebühren. Deshalb wolle man jetzt neue Wege gehen.

Im Zuge der Fusionsbestrebungen von Sonnewalde und Finsterwalde war die Überleitung der Sonnewalder Abwässer ins Klärwerk Lindena als wirtschaftlichste Lösung für Sonnewalde – wie schon 2012, damals aber von den Sonnewaldern rigoros abgelehnt – favorisiert worden. Bis zu 70 Prozent Förderung habe das Land Brandenburg jetzt dafür in Aussicht gestellt.

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