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Am Tag des offenen Denkmals

Junge Künstlerin belebt zum Denkmaltag die „Alte Weberei“

Lea Hoffarth vor einer Aquarell- und Ölpastellarbeiten und mit Fliesenmajolika. FOTO: Jürgen Weser

Finsterwalde. Viele Besucher erkunden Finsterwalder Industriegeschichte und sehen neue Kunst.

Zahlreiche Spaziergänger hatten am Sonntag in Finsterwalde feste Ziele. Der Tag des offenen Denkmals lockte von Schloss über Museum und Katholische Pfarrkirche bis zu „Ad. Bauer’s Witwe“, zum Wasserturm und Feuerwehrmuseum zu elf Orten der Industrie-, Technik- und Handwerksgeschichte der Sängerstadt. „Hier im Schlosshof klingt der Ton“, lobten die vier Finsterwalder Sänger zum Start in den denkmaltag das sanierte Schlossensemble auf ihre Weise und der Männerchor Einigkeit lieferte den Beweis mit einem kleinen Konzert.

Vom Schloss ging es auf kurzem Weg durch den Park und entlang des grünen Spazierweges zum ehemaligen Standort der Tuchmacherindustrie. Die „Alte Weberei“ ist seit etlichen Jahren mit Unterstützung der Stadt Refugium für bildende Kunst. Für Sebastian Arsand und Jens Puppe ist es selbstverständlich, das Industriedenkmal am denkmaltag zu öffnen und zu zeigen, wie es mit ihren Ateliers und Ausstellungen einer neuen Nutzung zugeführt worden ist. Mit der aktuellen Ausstellung gesellte sich ein neues hoffnungsvolles Gesicht der Finsterwalder Kunstszene hinzu. Lea Hoffarth zeigte eine vielseitige Palette ihres noch jungen bildkünstlerischen Schaffens. Vor zwei Jahren hat sie in Finsterwalde das Abitur abgelegt und studiert inzwischen im dritten Semester Bildende Kunst in der Masterklasse an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Stipendien der Winterakademie Calbe und der Sommerakademie Venedig gehören bereits zu der Vita der jungen Künstlerin.  Wenn sie in Finsterwalde ist, hat Lea Hoffarth inzwischen einen Arbeitsplatz in den Atelierräumen der Alten Weberei. „ich finde das Ambiente in dem ehemaligen Industriebau spannend und anregend für meine Arbeit“, ist sie froh über diese Möglichkeit. „Prima dass die Stadt Finsterwalde die künstlerische Nutzung in dem Gebäude unterstützt.“

Die Arbeiten von Lea in der Ausstellung zeugen von ihrer Spurensuche mit den verschiedensten Ausdrucksmöglichkeiten. Vor allem graphische Arbeiten wie die Lithographien „Tuten und Blasen“ zeigen ihr erstaunliches Potenzial aber auch Aquarell und Ölpastellbilder wie auch Tuschearbeiten. Zu den Glanzstücken ihrer Exposition gehören einige farbenfrohe Majolikaarbeiten auf Fliesen. „Ich experimentiere gern“, erzählt Lea Hoffarth und dass ihre künstlerischen Inspirationen viel mit Körperlichkeit zu tun haben. Kein Wunder, denn Lea hat seit ihrem fünften Lebensjahr ArTaS artistisches Können erworben und ein Semester die Artistenschule  Etage in Berlin besucht. Beide künstlerischen Bereiche spielen bei mir zusammen, auch bei Performance. Immer wieder Lob bekam die junge Frau am Sonntag zu hören. Ihre Kunst und die von Jens Puppe und Sebastian Arsand korrespondierte bestens mit dem alten Gemäuer der „Alten Weberei“.

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