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Karnevalisten kommen von überall zu Gisela

6000 Kostüme, selbst genäht: Riesenauswahl im Finsterwalder Kostümverleih Hummel

Gisela Hummel ist die Herrin der Kostüme. 6000 Stück hängen in ihrem Verleih in Finsterwalde – jedes davon ist in mühevoller Handarbeit selbstgenäht. FOTO: LR / Josephine Japke

Finsterwalde. Gisela Hummel steckte schon immer viel Aufwand in die Karnevalskostüme für ihre vier Kinder. Seit Anfang der 90er-Jahre betreibt sie ihren Kostümverleih in Finsterwalde. Jedes Kleidungsstück dort ist selbst genäht.

„Ich wüsste nicht, was noch fehlt“, sagt Gisela Hummel und schaut sich um. Kein Wunder, immerhin hängen in den kleinen Räumlichkeiten an der Dresdner Straße in Finsterwalde 6000 Kostüme. In Worten: sechstausend. Und alle sind selbst genäht. „Das ist mein Anspruch. Ich habe alle Sachen angefertigt, hier ist nichts in Masse bestellt und gekauft“, sagt sie.

Egal ob Holzwürmer mit weißen Handschuhen, Herbstwind oder russische Tracht – selbst den ausgefallensten Geschmack kann Gisela Hummel bedienen und wundert sich manchmal darüber, an was für Dingen die Menschen Gefallen finden. „Teletubbies sind zum Beispiel immer aktuell“, lacht sie, als sie die Kostüme der Figuren der Kindersendung aus den späten 90er-Jahren zeigt.

Auch die Klassiker wie Prinzessinnen, Uniformen, Cowboys und Superhelden finden sich in ihrem Bestand wieder. Bei den Jugendlichen sind Figuren aus Videospielen und Filmen derzeit besonders beliebt. Ein besonderes Fable hat die gelernte Herren- und Damen-Schneidermeisterin aber für historische und mittelalterliche Gewänder, wie sie zugibt. Etwa 14 Tage braucht es, ein Kostüm selber zu nähen. Beinahe jedes Kostüm gibt es in kurz oder lang und abgestimmt für Herren und Damen. „Von Schneewittchen zum Beispiel habe ich drei Varianten“, sagt Gisela Hummel und zeigt auf ein rot-blaues, gelbes und weißes Kleid.

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