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Besonderer Musikgenuss

Eine „Expedition“ ins Reich des Handglockenspiels

Blick zu Spielern des Gothaer Handglockenchores und auf ihr Instrumentarium während ihres Konzertes. FOTO: Jürgen Weser

Doberlug. Gothaer Handglockenchor begeistert vor seinem USA-Gastspiel noch die Zuhörer in der Klosterkirche Doberlug.

Neugierde kann ein guter Ratgeber sein. Viele der mehr als 200 Konzertbesucher hatten am Sonnabend den Weg in die ehemalige Zisterzienserkirche in Doberlug-Kirchhain gefunden, weil sie noch nie einen Handglockenchor im Konzert erlebt haben. Die fünfzehn Spieler aus Gotha mit ihrem Leiter Matthias Eichhorn machten für sie die „Expedition ins Reich des Handglockenspiel“ zu einem besonderen musikalischen Erlebnis.

„Glockenläuten wie aus dem Himmel“ hatte Karl Trepsdorf von der Klosterkirchengemeinde mit den Worten von Albert Schweitzer zur Begrüßung versprochen. Tatsächlich staunten die Zuhörer über die reine, helle und wie aus fernen Sphären herabschwebenden Klänge. Melodiös und oft sehr zart zauberte der Gothaer Handglockenchor, der als erster seiner Art in der DDR 1987 gegründet wurde, originale amerikanische Kompositionen für Handglocken, Bearbeitungen eines Mozart-Präludiums und dann wieder ein extra für die NASA komponiertes Stück in das Doberluger Kirchenschiff.

„Ja, mit Kuhglockengebimmel hat Handglockenspiel nichts zu tun“, schmunzelte Matthias Eichhorn und erklärte das Instrumentarium der Glocken zwischen 140 Gramm bis sechs Kilo und wie die Glocken mit der Öffnung nach oben mit ihren fixierten Klöppeln in der Länge des Notenwertes zum Schwingen und damit zum Klingen gebracht werden. Nach dem Konzert nutzten Besucher die Möglichkeit, das bronzene Glockeninstrumentarium und die Chimes (Tonstäbe) in Augenschein zu nehmen.

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