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Fontanes Frauenporträts stehen im Mittelpunkt einer Lesung mit der Autorin Christine von Brühl am 26. September.

Eine Doppelausstellung wird es im Schloss Doberlug und im Sänger- und Kaufmannsmuseum Finsterwalde geben. Sie verspricht hohen Schauwert. Denn sie widmet sich „Fontanes Illustrator. Alexander Duncker – Chronist brandenburgischer Adelswelten“. Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg erschienen zu seinen Lebzeiten ohne Illustrationen. Grafiken der beschriebenen Schlösser und Herrenhäuser fanden sich aber in der zeitgleich veröffentlichten Sammlung von Alexander Duncker. In Finsterwalde und Doberlug werden etwa 60 Duncker-Ansichten aus einer Privatsammlung gezeigt. Lücken werden geschlossen. „Eventuell fehlende Schlösser wollen wir aktuell illustrieren lassen“, sagt Babette Weber. Dazu gehören auch die Schlösser in Finsterwalde und Doberlug. Fotografische Ansichten von heute werden den historischen Grafiken gegenübergestellt – auch wenn sie inzwischen vielleicht „nichts“ zeigen. Die Eröffnung ist für den 7. Juli geplant. Parallel dazu wird zu den Brandenburgisch-Sächsischen Begegnungen als höfisch-barockes Sommerfest auf Schloss Doberlug eingeladen.

Museum Mühlberg 1547: Den einzig wahren Bezug zu Theodor Fontane kann das Museum in der Elbestadt in diesem Jahr bieten. Denn dort ist Theodor Fontane nachweislich gewesen. 1837/38 haben Fontanes Eltern die Apotheke in Mühlberg betrieben. Sohn Theodor war zu dem Zeitpunkt Apothekerlehrling und nur zu Besuchszwecken in Mühlberg – etwa als die dort geborene Schwester Elise getauft wurde. Ein passender Anlass für eine Sonderausstellung ab 19. Mai, die ein Stadtpanorama zu Fontanes Zeichen nachzeichnet und sich dabei im eigenen Depot bedient. Der zeitliche Bogen reicht von Napoleons Niederlage bei Waterloo 1815 – vier Jahre vor Theodor Fontanes Geburt – bis zum Herrschaftsbeginn von Kaiser Wilhelm II., den der Dichter noch miterlebte. Das erklärt den Titel „Von Waterloo bis Wilhelm Zwo. Mühlberg zu Fontanes Zeiten“.

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