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Wohin mit dem Sonnewalder Abwasser?

Streit um einen Brief vom WAV

Hat die Stadt Sonnewalde zu lange an ihrem Klärwerk festgehalten? FOTO: Dieter Babbe

Sonnewalde/Doberlug-Kirchhain. Die Sonnewalder sagen: Der Vorsitzende der Verbandsversammlung vom WAV hat den WAL-Verbandmitgliedern nicht die Wahrheit geschrieben.

Die Stadt Sonnewalde drängt es vom  Wasser- und Abwasserverband Westniederlausitz (WAV) zum Platzhirsch im Raum Senftenberg, dem Wasserverband Lausitz (WAL). Bürgermeister Werner Busse (CDU) ist ermächtigt, Beitrittsverhandlungen zu führen. 25 Kommunen sind im WAL Mitglied. „Das Verbandsgebiet umfasst knapp 80 000 Einwohner“, hatte Dr. Roland Socher im November vor den Sonnewalder Stadtverordneten beschrieben. Er erklärte, auch Sonnewalde „schlucken“ zu wollen, sofern seine Verbandsversammlung zustimmt.

Dass dies nicht ohne Reaktionen seitens des WAV bleiben würde, war zu erwarten. Andreas Dommaschk, Vorsitzender der Verbandsversammlung des WAV, hat  allen Verbandsmitgliedern des WAL geschrieben und Zusammenhänge  aus seiner Sicht geschildert.

Für den Sonnewalder Stadtverordneten Axel Große ein problematisches Schreiben, denn: „In dem Brief wird nicht ganz die Wahrheit über Sonnewalde gesagt“, behauptet er. So heißt es bei Dommaschk: „... der Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Lausitz bemüht sich inzwischen seit über einem halben Jahr um die Vergrößerung des Verbandsgebietes des WAL. Die Initiative hierzu ging weder von der Stadt Sonnewalde noch vom Wasser- und Abwasserverband Westniederlausitz aus.“ Axel Große dagegen: „Die Initiative ging von drei Stadtverordneten aus. Es ist keiner vom WAL auf die Stadt zugegangen.“ An anderer Stelle schreibt auch Dommaschk, dass „drei Stadtverordnete ... mit einem möglichen Beitritt zum WAL mit solidarisierten Gebühren in die Öffentlichkeit gegangen“ seien. Axel Große, Axel Schulze und Dirk Lutz hatten den Stein Ende 2018 ins Rollen gebracht, weil sich mit dem Beitritt von Massen im Bereich der Schmutzwasserentsorgung zum WAL eine  Nachbarschaft beider Verbandsgebiete und die Option zum Wechsel ergeben hatte.

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