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Chronik

Vor 100 Jahren in Finsterwalde

12. Februar 1919. Vor den anstehenden Kommunalwahlen machte sich langsam Politmüdigkeit unter den Wählern breit.

Selbst zur Versammlung der SPD kamen bei der Vorstellung des Wahlprogrammes nur noch wenige Bürger, obwohl wegen der Abschaffung des Drei-Klassen-Wahlrechts im Stadtparlament grundlegende Veränderungen zu erwarten waren. Einen wichtigen Punkt an diesem Abend bildete die grassierende Wohnungsnot, der man mit dem Bau von Kleinwohnungen begegnen wollte. Bei der städtischen Wahl traten neben der SPD keine weiteren Parteien an. Auf der bürgerlichen Seite gab es eine Kandidatenliste, in der sich Bürger unabhängig vom Parteienspektrum zusammengefunden hatten. Eine zu dieser Zeit laufende ärztliche Untersuchung der Finsterwalder Schulkinder ergab eine „himmelschreiende Unterernährung“.

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