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Das Wetter im August

Der August als Vollendung eines Supersommers

Süße Trauben ranken an vielen Gebäuden. Auch der August hat mit 25 Sommertagen dazu beigetragen. FOTO: Heido Briesemann

Forst. Bislang gab es schon 88 Sommertage in diesem Jahr in der Region. es gab aber schon ähnlich trockene Jahre.

Mit Hitze endete der Juli – mit Hitze begann der August. Die 37,2 Grad am 8. August waren der Höhepunkt der monatsübergreifenden Hitzewelle, die nicht nur die Lausitz schwitzen ließ. So wartete der dritte Sommermonat 2018 noch einmal mit 25 Sommertagen auf, von denen 14 die 30 Gradmarke überschritten. Niederschlag fiel lediglich an sechs Tagen. Die magere Ausbeute von 19 Millimeter dramatisierte die Lage in der Landwirtschaft und der Natur. Die insgesamt gemessenen 110 Millimeter in den drei Sommermonaten waren schon extrem wenig. Dennoch gab es auch früher schon sehr trockene Sommer. Zu erwähnen seien hier die Jahre 1991 (101 Millimeter) und 1992 (92 Millimeter). Den Rekord hält aber das Jahr 1976 – es war ein absolutes Dürrejahr. So fielen damals in sieben Monaten zwischen Februar bis August insgesamt nur 96 Liter Regen, davon 42 Liter im Sommer.

Die Trockenheit 2018 forderte weiteren Tribut. Vollkommen ausgetrocknet waren beispielsweise der Neiße-Malxe-Kanal und Teile der Malxe. Probleme bekamen auch die Fische wegen der Sauerstoffarmut in den Teichen, ja selbst der Aufenthalt unter Bäumen wurde lebensgefährlich, denn ohne Vorwarnung entledigten sich Bäume durch sogenannte „Trockenheitsabbrüche“ ihrer Äste, die auf Autos stürzten und Spaziergänger gefährdeten.

Die Kleingärtner freuten sich dennoch über reichlich Obst bei Äpfeln, Pflaumen und Weintrauben. Dank der vielen Sonnenstunden war dieses Jahr der Zuckeranteil besonders hoch.

(hib)
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