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Tag des offenen Denkmals

Familie erfüllt Schloss mit Leben

Klaudia Keilholz (2.v.l.) empfing als Gastgeberin Besucher und einen kunstbeflissener Vierbeiner im Groß Schacksdorfer Schloss am Tag des offenen Denkmals. FOTO: Angela Hanschke

Groß Schacksdorf. Barockes Kleinod in Groß Schacksdorf zieht zum Tag des Denkmals interessierte Besucher an.

Selten wird die Fantasie mehr beflügelt, als durch alte Gebäude. Groß war das Interesse, als am Tag des offenen Denkmals auch das Groß Schacksdorfer Schloss für Besucher zugänglich wurde. Zuletzt war dies im Jahre 2003 der Fall. Ungläubiges Kopfschütteln der 58 Besucher erntete die Berliner Architektin Klaudia Keilholz damals für ihr Vorhaben, das Haus zu erhalten. Am Sonntag hat sich die Besucherzahl nahezu vervierfacht. Die erfreuten sich einer herzlichen Begrüßung und individuellen Führung vom Erdgeschoss bis zum Dachgebälk. Knackige Groß Schacksdorfer Äpfel und Samen der seltenen Flatterulme gab es inklusive.

Nicht nur die aus Österreich stammende Hausherrin sondern auch ihre Kinder Konstanze, Leopold und Ludwig sowie die Schwiegerkinder Jessica und Till führten die Besuchergruppen durchs Haus. „Meine Eltern kauften es vor zwanzig Jahren. Wir sind hier mit aufgewachsen. Es war unser Sommerferienhaus“, sagte Konstanze Keilholz. Künftig soll es eine Heizung erhalten, damit es auch im Winter nutzbar ist. Heidi Hausdorf, die mit ihrer Familie aus Komptendorf hergeradelt war, Ursula und Wolfgang Flatt aus Cottbus bewunderten den alten Kamin im Großen Saal und die barocken Strukturen im kleinen Saal.

„Als wir mit der Renovierung begannen, gab es hier keine Dielung. Man sah das Gewölbe des Kellers“, blickt Klaudia Keilholz zurück. Seither wurden in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Landesdenkmalamt nicht nur alle Decken wiederhergestellt sondern auch das Dach gesichert und an der  linken Seite der Vorderfront das Fachwerk ausgetauscht beziehungsweise ausgemauert. „Fachkundig wurden wir vom kürzlich verstorbenen Professor Ludwig Deiters beraten. Bei den Außenanlagen betreute uns Landschaftsarchitekt Professor Hubert Matthes“, so die Architektin.

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