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Diskussion in Forst

Forderung: Schnelles Internet als Universalgrundrecht

Nora Hesse, Vertreterin der EU-Kommission in Deutschland, Moderatorin Vanja Budde sowie Stefan Ludwig, Brandenburgs Minister für Justiz, Europa und Verbraucherschutz, und Bürgermeisterin Simone Taubenek nahmen an der Diskussion in Forst teil.FOTO: LR / Katrin Kunipatz

Forst. Kommunen sollen sich dafür einsetzen, sonst verliert Deutschland den Anschluss, so Justizminister Ludwig.

Deutschland ist Schlusslicht in Europa, wenn es um Telemedizin, Digitalisierung von Behörden oder die Verfügbarkeit schnellen Internets in der Fläche geht. Dies untermauert Nora Hesse, Beraterin für Wirtschaft bei der Europäischen Kommission in Deutschland, beim Bürgerdialog zum Thema Digitalisierung im Forster Rathaus mit Zahlen: Nur sieben Prozent nutzen Telemedizin oder digitale Gesundheitsdienstleistungen. Damit stehe Deutschland auf Platz 26 von 28 im europäischen Vergleich. Beim digitalen Büro erreiche Deutschland gerade mal Platz 23.

Die Europäische Kommission empfiehlt Deutschland deshalb dringend den flächendeckenden Breitbandausbau und zwar mit Glasfaser, so Nora Hesse. Rainer Schubert, Experte für den Breitbandausbau im Landkreis Spree-Neiße, verweist auf die bereits angelaufenen Projekte, bei denen mit Landes- und Bundesmitteln Glasfaserkabel verlegt oder mittels Vektoring die vorhandenen Kupferkabel genutzt werden, um Internet in die Fläche zu bringen. Landrat Harald Altekrüger (CDU) benennt das aktuelle Bundesprogramm, imzuge dessen ab 2019 60 Millionen Euro in schnelles Internet investiert werden. Teilweise verhindere jedoch der Bürokratismus einfache Lösungen, bemerkt Rainer Schubert.

Ein anderes Problem schildert Vera Ziege. Sie ist Informatiklehrerin an der Forster Gutenberg-Oberschule. Im Rahmenlehrplan sei die Internetbildung vorgeschrieben. Dafür habe die Schule auch neue Rechner bekommen. Nur der vorhandene Internetanschluss sei nicht dafür ausgelegt und obwohl die größere Leitung direkt vor dem Schulgebäude verläuft, sei der Anschluss – vielleicht auch aus Kostengründen – nicht erfolgt. Den aktuellen Anschluss habe die Schule von der Telekom gefördert bekommen.

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