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Unruhe in der Verwaltung

Personalnot im Forster Kreishaus

In der Forster Kreisverwaltung sind derzeit zahlreiche Führungspositionen unbesetzt. FOTO: Sven Hering

Forst. Der Verwaltung laufen die Mitarbeiter davon. Zeichen eines schlechten Arbeitsklimas oder ein ganz normaler Vorgang?

Führungskräfte dringend gesucht. So könnte eine Stellenanzeige des Landkreises Spree-Neiße aussehen. Denn im Forster Kreishaus hat eine so bislang nicht bekannte Fluktuation gerade in der Führungsetage eingesetzt. Vier Fachbereichsleiter haben beim Kreis gekündigt oder sind in Rente gegangen. Das betrifft die Ressorts Ordnung, Sicherheit, und Verkehr; Schule/Kultur; Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamt und demnächst auch Soziales.

Was ist da los im Forster Kreishaus? Das wollten Kreistagsabgeordnete jetzt wissen. „Wann wird die Stelle des Fachbereichsleiters im Rechnungsprüfungsamt nachbesetzt?“, fragte Andreas Paul Mekelburg (Linke) im Kreistag. Linke-Fraktionschef Diethelm Pagel betonte: „Die gegenwärtige Abwanderungsquote gibt uns zu denken.“ Es wäre an der Zeit, erklärte er, die Mitarbeiter nach dem Betriebsklima zu befragen. „Denn die gegenwärtige Situation stimmt uns traurig.“

Doris Dreßler (Linke) wurde noch deutlicher. „Hier fehlt einfach die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern“, sagte sie und nannte das Jobcenter als Beispiel. Diese Mitarbeiter bekämen die ganzen Sorgen der gestressten Bürger aufgeladen. „Aber hört ihnen denn mal jemand zu?“, fragte sie. Gleichzeitig forderte sie die Verwaltung auf, die Stelle des Werkleiters zu besetzen. „Wir können das nicht auf dem Buckel der Mitarbeiter austragen.“

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