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Landtagswahl 2019

„Der Dietmar, der macht das“

Letzter Tag des Wahlkampfes. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in seiner Heimatstadt Forst. „Die ist ein wenig zu kurz gekommen“, gab er zu. Hier nutzt er die Gelegenheit zu einem Plausch mit Anke Schwarzenberg (Linke). Schließlich wünscht man sich gegenseitig Erfolg. Schon in dieser Woche wird es wohl weitere  Gespräche zwischen SPD und Linken geben. FOTO: Sven Hering

Forst. Der Wahlkampf der SPD für die Landtagswahl 2019 ist vorüber. Doch Ministerpräsident Dietmar Woidke lies es sich nicht nehmen, noch einmal in seiner Heimatstadt aufzutreten. Dabei erlebt er eine Überraschung.

Samstag Mittag, die Sonne knallt, Dietmar Woidke hat die Ärmel seines Hemdes hochgekrempelt. Der Wahlkampf der SPD ist zwar offiziell vorbei. Doch der Forster hat sich entschieden, noch einmal in seiner Heimatstadt aufzutreten. „Der eigene Wahlkreis kommt leider immer etwas zu kurz“, gibt er zu. Er habe zwar einige Termine in der Rosenstadt gehabt. „Aber nicht so viele, wie ich gerne gemacht hätte, deswegen habe ich mir noch ein bisschen Zeit genommen für Forst.“ Am Nachmittag geht es weiter zur Feuerwehr nach Schenkendöbern, anschließend nach Potsdam.

Schwarzenberg rechnet mit schwieriger Regierungsbildung

Jetzt also noch einmal Forst. Dort wartet eine Überraschung. Denn die SPD ist nicht allein. Auch die Linke hat sich den kleinen Platz vor dem Kaufland für den letzten Wahlkampfauftritt ausgesucht. Vielleicht ja schon ein Fingerzeug auf das, was da demnächst kommen wird? Beide Seiten nehmen es locker. Woidke wechselt ein paar Worte mit Linke-Kandidatin Anke Schwarzenberg. Zum Abschluss gibt es einen freundschaftlichen Händedruck. Man wünscht sich gegenseitig, dass es gut ausgeht am Sonntag. Anke Schwarzenberg: „Wichtig ist, dass die AfD nicht stärkste Kraft wird. Bei allem anderen hoffe ich darauf, dass sich alle demokratischen Parteien finden. Dann wird es auch einen Weg geben.“ Sie rechne mit einer schwierigen Regierungsbildung. „Aber ich denke im Sinne der Demokratie müssen wir Kompromisse schließen und aus den Fehlern, die sicherlich die Regierung in den vergangenen Jahren auch gemacht hat, lernen.“

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