ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Tag des offenen Denkmals

Das Schloss wird Stück für Stück erneuert

Konstanze Keilholz (rechts im Bild) zeigte der Besuchergruppe den großen Saal. FOTO: Angela Hanschke

Groß Schacksdorf. In Groß Schacksdorf wurde zum Tag des offenen Einblick in den Arbeitsfortschritt gewährt.

Deutschlandweit haben am Sonntag die Eigentümer von rund 8000 Denkmal ihre Türen geöffnet. Unter den acht Denkmalen des Landkreises Spree-Neiße befand sich auch das Schloss in Groß Schacksdorf. Mehr als 100 Besucher besichtigten das Gebäude zwischen 12 und 18 Uhr. Liebevoll weiß eingedeckte Tische mit selbstgebackenem Kuchen und Kartoffelsuppe luden zum Stärken und zu Gesprächen ein.

Die ersten Neugierigen kamen bereits kurz nach 11 Uhr. Gruppenweise wurden sie von Hausherrin Klaudia Keilholz und ihrer Familie durch das Gebäude geführt. Dabei traten die Besucher eine Zeitreise an, die von den mittelalterlichen Kellergewölben bis zu den repräsentativen Räumen im Erdgeschoss und den schlichten Zimmern mit niedrigeren Decken im Obergeschoss führte. Ein barockes Kleinod, an dem unablässig der Zahn der Zeit nagt. „Vor 20 Jahren haben es meine Eltern gekauft. Unsere Familie arbeitet sich seither durchs Haus“, umriss Konstanze Keilholz die Dimension dieser Sisyphusarbeit.

Sämtliche Rekonstruktionen in dem nur sommers genutzten historischen Gutshaus, das die Berliner Architektin Klaudia Keilholz dann als Atelier nutzt, erfolgten in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Landesdenkmalamt. In den vergangenen Wochen wurde das Dach ausgebessert. Aufgrund seiner Konstruktion ein sehr „schwieriger Patient“. Auf Fördermittel mussten die Schloss-Enthusiasten jedoch gänzlich verzichten.

(aha)
top