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Grüner Daumen

Hitze lässt Bananenpflanze vier Meter hoch wachsen

Jürgen Karrasch ist 1,85 Meter groß – vor seiner vier Meter hohen Bananenpflanze wirkt er winzig. FOTO: Jürgen Karrasch / zvg / Jürgen Karrasch

Döbern. Nach vier Jahren entwickelte der geschenkter Ableger erstmals eine Blüte. Wochen danach zeigen sich Fruchtansätze.

Der warme Sommer hat der Bananenpflanze von Jürgen Karrasch gut getan. Sie wächst vor der Terrasse und ihre Blätter erreichen eine Länge von zwei Metern. Die Pflanze selbst bringt es auf eine Höhe von etwa vier Metern. So berichtet es der Döberner. „Die größte Überraschung in diesem Jahr war jedoch die Blüte“, sagt der Glasermeister.

Vor vier Jahren hatte Karrasch von einem Bekannten einen kleinen Ableger einer Bananenpflanze bekommen. Der wuchs zwei Jahre lang im Topf heran. Im vergangenen Jahr setzte er sie erstmals im Frühjahr in die Erde vor dem Haus. Für den Winter grub er die Pflanze aus, wickelte den Wurzelballen in Folie und stellte sie in den Keller. Zuvor hatte er die Blätter zurückgeschnitten. Und trotzdem die Pflanze im Winter nur wenig Wasser bekam, trieb sie an den Schnittstellen intensiv weiter. Gute Voraussetzungen für die diesjährige Saison.

Zurück im Beet vor der Terrasse verabreichtet der Hobbygärtner ein wenig Dünger, den auch seine Gemüsepflanzen bekommen, und wässerte die Bananenstaude immer wieder reichlich mit normalem Leitungswasser. Das ursprünglich in tropischen Gefilden heimische Gewächs ist der erste Exot in seinem Garten. „Wir machen nur ein bisschen Gartenbau mit Tomaten, Paprika, Peperoni und vor allem Blumen“, berichtet er. Im August beobachtete er, dass nach der Blüte die Fruchtbildung einsetzte. Aber ob die Zeit bis zum Winter noch ausreicht, damit die Bananen groß und reif werden, kann Jürgen Karrasch nicht abschätzen. Freuen würde es ihn schon. Bisher habe er nur in einem Türkei-Urlaub Bananen direkt von der Pflanze gepflückt und gegessen. „Sie waren zwar klein, aber sehr aromatisch“, erinnert er sich.

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