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Der besondere Fall

„Ich hatte bedrohliche Angst zu ersticken“

Bei der Nachkontrolle: Werner Augsten wird von Dr. Slawomir Artur Drabek in der Forster Lausitz Klinik untersucht. FOTO: LR / Steffi Ludwig

Forst. In unserer Serie „Der besondere Fall“ erzählen wir von außergewöhnlichen Schicksalen, Diagnosen und medizinischen Wegen. Der 41. besondere Fall kommt aus der Lausitz Klinik Forst.

Es war im September 2016, als Werner Augsten Halsschmerzen bekam. Erstmal nichts Ungewöhnliches. Der Hausarzt schrieb den 57-Jährigen aus Trebendorf (Gemeinde Wiesengrund) eine Woche krank, er bekam Lutschtabletten verordnet. Doch statt besser zu werden, wurden die Schmerzen dann erst richtig schlimm. „Ich hatte bedrohliche Angst zu ersticken, konnte kaum reden“, berichtet der gelernte Elektriker Werner Augsten, der im Kraftwerk arbeitet. „Ich konnte kaum reden.“ Er fuhr zur Notbehandlung nach Mattendorf.

Doch der dortige Arzt habe ihn sofort in die Lausitz Klinik nach Forst geschickt. Dort kam er in die Obhut vom Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Dr. Slawomir Artur Drabek – und wurde sofort operiert, obwohl an dem damaligen Freitag gar kein OP-Tag war. „Herr Augsten hatte einen Gaumenmandelabszess, der die schlimmen Schmerzen verursacht hat. Deshalb haben wir ihm sofort die Mandeln entfernt“, erzählt der Arzt.

Nur rund ein- bis zweimal im Quartal komme diese Krankheit in der Lausitz Klinik vor, sei also recht selten. Man hätte den Abszess auch spalten können, aber dann bestehe die Gefahr, dass dieser sich wieder bilden könne. Und die Mandeln hätten nur im Vorschulalter eine wichtige Funktion für den Körper beziehungsweise für das Immunsystem und die Abwehr. Eine Entfernung im Erwachsenenalter habe aus diesem Grund keine Auswirkungen. „Deshalb war die Operation die optimale Methode“, freut sich Dr. Drabek, als der Trebendorfer kürzlich wieder zur Kontrolluntersuchung kam. Alles ist gut verheilt.

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