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Diskussion über das neue Textilmuseum

Millionen für Hülle ohne Inhalt

So könnte das umgestaltete Textilmuseum in Forst einmal aussehen. FOTO: Dr Krekeler Generalplaner GmbH

Forst. Die vom Bund in Aussicht gestellte Förderung für das neue Textilmuseum in Forst darf nur für das Gebäude verwendet werden. Die Finanzierung der Ausstattung ist hingegen noch ungeklärt. Deshalb gibt es inzwischen einige mahnende Stimmen.

Die Entscheidung hat alle überrascht: die Verwaltung, aber auch die Stadtverordneten und sicher so manch Forster Bürger. Rund 7,4 Millionen Euro – so wurde es im April kurz vor den Kommunal- und Europawahlen verkündet – stellt der Bund  für die Weiterentwicklung des Brandenburgischen Textilmuseums in Forst zur Verfügung. In der Stadt selbst hatte man zuvor maximal von der Hälfte der Summe geträumt.

Damit das Geld auch wirklich kommt, mussten die Forster Stadtverordneten jetzt per Beschluss die Bürgermeisterin beauftragen, einen entsprechenden Zuwendungsantrag beim Bund zu stellen. Doch die Zustimmung zu einem entsprechend formulierten Beschluss fiel längst nicht einstimmig aus, wie man es angesichts des Millionen-Geschenkes vielleicht vermuten konnte. Denn einige Fragen sind noch ungeklärt. Dabei geht es um grundsätzliche Dinge. Und es geht vor allem um viel Geld.

Die 7,4 Millionen Euro vom Bund – so hat es zumindest die Verwaltung erklärt – dürfen nämlich ausschließlich für das Bauwerk, sprich also die Hülle des Museums ausgegeben werden. Die Stadt muss dabei einen Eigenanteil leisten. Immerhin 824 000 Euro, aufgesplittet auf einzelne Jahresscheiben bis 2023. Wer freilich die Ausstattung des neuen Museums bezahlt und wie die Stadt später die Betriebskosten schultern will, das ist derzeit noch ungeklärt.

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