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Diese Vernehmung stand auch zu Beginn des fünften Verhandlungstags am Freitag im Fokus. Anträge und Erklärungen waren die Folge. R.’s Anwalt erklärte, das Mädchen habe deutlich gemacht, nicht gegen die Mutter aussagen zu wollen, sei aber mehrfach zur Aussage verleitet worden. Das sei gesetzeswidrig, deshalb nicht verwertbar.

Die Anwältin des Mädchens gab eine Erklärung ihrer Mandantin ab. Der 14-Jährigen sei es nach dem Auftritt im Gericht und dem Zusammentreffen mit der Mutter und Stephan P. sehr schlecht gegangen. „Ich habe übelst gezittert“, zitiert die Anwältin. Die Mama habe wieder ihre Masche abgezogen mit „ich hab dich lieb und Küsschen“. „Ihr Verhalten war scheiße“, soll die 14-Jährige gesagt haben. Und: Sie gebe ihre Aussage nun doch frei, sie wolle nicht, dass anderen ähnliches geschehe.

Angeklagter P. kommt mit Cola, Stulle und Keksen ins Gericht

Stephan P., der sich Cola, Stulle und Kekse in die Verhandlung mitgebracht hatte, meldete sich mehrfach zu Wort und beantragte sofortige Haftentlassung. Er wolle Monika R. beschützen. Die sei nach Beginn des Prozesses in Groß Schacksdorf zusammengeschlagen worden.

Auch mehrere Zeuginnen wurden gehört. Eine Nachbarin berichtete vom „Chillen“ mit Monika R. Dabei habe R. mal erzählt, ihren Ex-Mann getötet zu haben, weil der sich an einem ihrer Kinder habe vergreifen wollen. Eine andere Nachbarin aus der Waldsiedlung will gehört haben, dass P. mit Monika R. und deren Tochter gemeinsam in einem Bett geschlafen habe.

Richter Christian Fisch erklärte, den Antrag auf Haftentlassung an das Oberlandesgericht weitergeleitet zu haben. Der Prozess geht am 22. Januar weiter.

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