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Ärger mit Verkehrslärm

SPD will Tempo 30 in Döbern

FOTO: Julian Stratenschulte

Döbern. Argumente sind Sicherheit für Schüler, Lärmschutz für Anwohner. Landkreis sieht kaum Chancen.

Lkw, die zu schnell und deshalb zu laut durch Döbern brettern, stören die Anwohner der Forster und Muskauer Straße. Frank Mader ist einer von ihnen. Der gebürtige Döberner lebt in einem Haus, das 1895 errichtet wurde, und an die B 115 grenzt. „Wenn Lkw auf der Straße vorbeifahren, wackelt die Dielung und das ganze Haus vibriert“, berichtet Mader. Bei seinen Nachbarn sei es ähnlich. Hinzu komme der Lärm, den vorbeifahrenden Lkw verursachen. In den zurückliegenden drei Jahren, so schätzt Mader, habe der Verkehr auf der Bundesstraße stark zugenommen.

Die SPD-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung hat sich des Problems angenommen. Sie fordert, dass Lkw auf der B 115 in Döbern nur noch 30 km/h fahren dürfen. Weiterhin soll geprüft werden, ob bauliche Veränderungen an der Forster und der Muskauer Straße möglich sind, damit Lkw gezwungen werden, langsamer durch den Ort zu fahren. Fraktionsvorsitzender Mario Handrek will, dass der Antrag im nächsten Bauausschuss sowie in der nächsten Stadtverordnetenversammlung beraten wird.

Das Thema Tempo 30 ist keinesfalls neu für Döbern. Immer wieder gibt es Beschwerden über Straßenlärm. Zur Sicherheit der Schulkinder wurden an der Ringstraße 2017 Tempo-30-Schilder aufgestellt. Eine Möglichkeit, die der Gesetzgeber vor sozialen Einrichtungen und Schulen geschaffen hat, erläutert Reiner Ohm. Er ist als Sachbearbeiter Verkehr beim Landkreis unter anderem für Döbern verantwortlich. „Grundsätzlich legt die Straßenverkehrsordnung 50 km/h als zulässige Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften fest“, so Ohm weiter. Davon dürfe nur in begründeten Fällen abgewichen werden, etwa bei unfallträchtigen Stellen. Aber jeder einzelne Fall müsse vor Ort genau betrachtet werden, erklärt der Sachbearbeiter.

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