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Für die B 115 in Döbern habe der Landkreis auf Antrag des in Döbern lebenden Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Schulze (CDU) zu Beginn dieses Jahres den Lärmpegel an der Bundesstraße ermittelt. Grundlage dafür sind Daten der Bundesverkehrszählung von 2015. Aus dem Verkehrsaufkommen und der Nähe des Hauses zur Straße werde der Wert berechnet, erklärt Sabine Pohle, Sachgebietsleiterin öffentliche Ordnung, Personenstandswesen und Verkehr. Ausgewählt wurde die Muskauer Straße 5, weil sich das Gebäude am dichtesten an der B 115 befindet. Am Tag liege der Wert mit rund 67 dB unter dem zulässigen Grenzwert von 72 dB. Für die Nachtstunden wurde ein Lärmpegel von rund 61 dB ermittelt. Erlaubt sind 62 dB. Die Verkehrsgeräusch bewegen sich im erlaubten Rahmen, selbst wenn das Empfinden der Anwohner anders sein könne, so Pohle.

Selbst das Verkehrsaufkommen habe sich in Döbern in den zurückliegenden Jahren wenig verändert. Die Bundesverkehrszählung, aus der Reiner Ohm zitiert, ermittelt an einem durchschnittlichen Tag im Jahr 2005 4317 Fahrzeuge, 2010 waren es 4581 und 2015 sogar nur 3816. Eine Geschwindigkeitsmessung führte der Landkreis zum letzten Mal vor vier Jahren durch, so Sabine Pohle. Im Mittel passierten Lkw mit 52 km/h den Ort, Pkw durchschnittlich mit 53 km/h. Doch 15 Prozent der Lkw fahren mit mehr als 57 km/h durch Döbern. Der schnellste wurde mit 96 km/h registriert. Die beiden stationären Blitzer am nördlichen und südlichen Ortseingang scheinen wenig auszurichten. Mobile Geschwindigkeitskontrollen dürften Polizei und Landkreis gerade nachts, aus Sicherheitsgründen nicht durchführen, so Sabine Pohle. Und über bauliche Veränderungen entscheide allein der Landesbetrieb als Straßenbaulastträger. Jedoch gebe es entlang der Forster Straße bereits zwei Querungshilfen und direkt am Busplatz eine Ampel. Diese ist so angepasst, dass sich die Grünphase verlängert, wenn mehr Fußgänger an der Ampel warten.

Eine besondere Gefahrenlage an der B 115, die eine Reduzierung der Geschwindigkeit erlaube, könne Ohm nicht erkennen. Er verweist auf die Straßenverkehrsordnung, die gegenseitige Rücksichtnahme von allen Verkehrsteilnehmer fordert.

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