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Debatte über Bus und Bahn

Spree-Neiße lehnt Gratis-ÖPNV ab

Busfahren soll im Landkreis Spree-Neiße auch künftig nicht kostenlos möglich sein. Pläne wie in der Stadt Senftenberg, wo künftig der ÖPNV gratis angeboten werden soll, seien in der Verwaltung derzeit kein Thema, heißt es vom zuständigen Dezernenten. FOTO: Bernhard Schulz

Cottbus/Spree-Neiße. Einen kostenlosen Nahverkehr wird es in absehbarer Zeit im Spree-Neiße-Kreis nicht geben. Das derzeit von der Stadt Senftenberg diskutierte Modell ist für den Landkreis keine Option. Dort hat man andere Ideen.

Senftenberg macht’s vor: Bis zum Frühjahr 2020 soll dort ein Vorschlag erarbeitet werden, wie der Nahverkehr in der See-Stadt künftig kostenlos gestaltet werden kann. Im Wahlkampf hatten sich mehrere Parteien für einen unentgeltlichen Stadtverkehr ausgesprochen. Damit soll ein Beitrag für das Erreichen der Klimaziele durch die Kommune geleistet werden. Der Senftenberger Stadtverkehr wird durch die Fahrgeldeinnahmen, die Ausgleichsfinanzierung des Landkreises und durch einen Zuschuss der Stadt bezahlt. Im Jahr 2019 ist die Seekommune mit 167 500 Euro dabei. Nach Angaben der ersten Beigeordneten, Teresa Stein, würde sich der Zuschuss der Stadt bei einem unentgeltlichen Stadtverkehr bei gleichbleibender Linienführung und gleichen Taktzeiten um rund 100 000 Euro erhöhen. Geprüft werden müsse, ob die bisherige Förderung durch den Landkreis, derzeit rund 40 000 Euro, weiter gewährt würde.

Während in Senftenberg also in den kommenden Monaten noch einige offene Fragen zu klären sind, ist im Landkreis Spree-Neiße und in der Stadt Cottbus dieses Modell dagegen keine Option.

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