ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Regionale Kultur

Ein Koffer voller Hoffnung

Die Cottbuser Tanzkompanie von Golde Grunske probte am Donnerstag auf dem Forster Marktplatz an der Stadtkirche St. Nikolai. Denise Noack, Ioannis Avakoumidis, Christoph Viol, Floris Dahlgrün und Konstantinos Spyrou tanzten zum Thema „In Zeiten wie diesen...“.FOTO: LR / Steffi Ludwig

Forst. Tanzstück der Cottbuserin Golde Grunske über Situation der Lausitz hat in Forst Premiere.

Da sind diese Koffer. Fünf Stück, einer für jeden. Aufgetürmt liegen sie auf dem Kopfsteinpflaster an der Forster Stadtkirche. Die fünf Tänzer schreiten, springen, tanzen oder rollen um sie herum und drücken damit verschiedene Gefühlszustände aus, die beim Nachdenken über den Begriff Heimat entstehen können. Bewegungen, die Ratlosigkeit symbolisieren. Die Blicke der anderen, die schmerzen können. Die Freude beim Geruch der Heimat, die in Form von Blättern und Blüten in einem der Koffer steckt.

„In Zeiten wie diesen...“ hat die Cottbuserin Golde Grunske ihre Choreografie genannt, die sich mit der aktuellen gesellschaftlichen Situation in der Lausitz auseinandersetzt. Um dem nachzuspüren, hat sie im Vorfeld mit mehreren dutzend Menschen gesprochen, darunter sowohl Cottbuser als auch Flüchtlinge.  „Im Mittelpunkt stand der Begriff Heimat, und viele Punkte aus den Interviews sind dann in die Choreografie eingeflossen“, erklärt Golde Grunske, während sie die Tänzer ihrer Tanzkompanie an der Forster Kirche beobachtet und sich ab und zu Notizen macht.

Es ist die erste öffentliche Probe nach vier Wochen intensiven täglichen Trainings, berichtet die Tänzerin und Choreografin. Auch die Premiere wird am kommenden Freitag, 20. September, an dieser Stelle in Forst stattfinden. „Golde Grunske hatte nach Auftrittsorten gesucht, und so kam sie über eine Vermittlung dann nach Forst“, berichtet Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich, die das Motto des Herbstmarktes „Goldener Herbst“ in Anlehnung an den Vornamen der Choreografin sehr passend findet.

top