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Tierpfleger der ersten Stunde

Liebevoll gestaltet und mit vielen Informationen gespickt ist die Chronik von Wolfgang Schenk.FOTO: Steffi Ludwig

Forst. Er war einer der ersten Tierpfleger im Cottbuser Tierpark: der Forster Wolfgang Schenk. Jahrelang hat der 79-Jährige Fotos, Informationen und Zeitungsausschnitte gesammelt, die er zum Jahresende dem Förderverein des Tierparks übergeben möchte.

Eigene Fotos von den ersten Tierparkbewohnern, per Hand gezeichnete Lagepläne des Tierparks und sogar seinen ersten Tierpfleger-Ausweis - all das hat Wolfgang Schenk auf vielen Seiten säuberlich aufgeklebt und beschriftet, garniert von Zeitungsartikeln über den Tierpark. Einer der neuesten über den 50. Geburtstag von Elefantendame Karla von Anfang Juni darf da natürlich nicht fehlen.

"Ich habe das alles bisher nur für mich gesammelt, aber ich will es dieses Jahr abschließen und dem Förderverein des Cottbuser Tierparks übergeben", erklärt Wolfgang Schenk sein Vorhaben. "Ich werde ja schließlich auch nicht jünger, und ich möchte nicht, dass diese Sammlung verloren geht." Gemeinsam mit Autor Hartmut Schatte hatte er die Tierparkgeschichte auch schon im Cottbuser Heimatkalender veröffentlicht.

Wolfgang Schenk war 1954 im Rahmen seiner Lehre zum Forstfacharbeiter als Helfer für den Bau zum Tierpark gekommen. Für den Tierliebhaber, der schon immer gerne im Zoo arbeiten wollte - für den aber die damals einzigen in Leipzig und Dresden zu weit weg waren - war es natürlich der große Wurf. Schnell wurde es ihm auch ermöglicht, zunächst als Hilfstierpfleger und dann als "richtiger" Tierpfleger zu arbeiten. "Ich hatte mir viel Fachwissen aus Büchern angeeignet und stand auch im Briefverkehr mit dem Zoo Basel", so Wolfgang Schenk. Ein paar Jahre später machte er dann eine Lehre zum Tierpfleger, wurde später zum Obertierpfleger ernannt.

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