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Insektenfreundliche Ausgleichspflanzungen für Windpark Briesnig

Windenergie macht Ackersäume bunt

Christina Grätz, Geschäftsführerin der Nagola Re GmbH zwischen Pechnelken (vorn), blau blühendem Wiesensalbei und heimischen Gräsern, die auf dem Friedrichshof bei Jänschwalde (Spree-Neiße) angebaut werden, um Samen zu gewinnen. Seit 2011 sorgt die Diplom-Biologin mit ihrem Unternehmen dafür, dass die Artenvielfalt erhalten bliebt. FOTO: LR / LR Beate Möschl

Forst . In der Neißeaue bei Forst summt und brummt es mehr als mancher glaubt. Auf Ausgleichsflächen für den Windpark Forst-Briesnig (Spree-Neiße) haben Unternehmen aus der Niederlausitz den Tisch für Insekten zusätzlich reich gedeckt. Eine spezielle Wildpflanzenmischung von Nagola Re und bienenfreundliche Gehölze schützen zugleich Ackerböden und Gewässer.

Der Regen und die warmen Temperaturen haben die Wildblumensaat auf dem Gut Neu Sacro der Bauern AG Neißetal gut aufgehen lassen. Der Landwirtschaftsbetrieb hat sich entschieden, an Acker- und Straßenrändern des Erlebnisgutes Neu Sacro und entlang eines Grabensystems Ausgleichsflächen für den Windpark Forst-Briesnig anzubieten. Die sind inzwischen bepflanzt. Mit Bäumen und Sträuchern, dazwischen breite Streifen für flachen blühenden Bewuchs mit Wildpflanzen wie sie in der Region heimisch sind, aber nicht mehr überall anzutreffen sind.

Mitarbeiter der Peitzer Öko-Dienste GmbH haben die Schutzpflanzungen angelegt – und dafür entlang eines Bewässerungsgrabens auf dem Gut Neu Sacro ungewöhnliche Mühe auf sich genommen. „Normalerweise würden wir für die erste Zeit zum Schutz vor Wildverbiss durchgehend einen Zaun um die Pflanzung ziehen. Das können wir hier aber nicht machen“, sagt Heinz Töpfer. Es muss Platz bleiben für notwendige Arbeiten am Grabensystem. Auch dem Niederwild, Störchen und auf den Feldern in der Neißeaue oft anzutreffenden Gänsen und Schwänen müsse eine Fluchtmöglichkeit gegeben sein, wenn die Landmaschinen übers Feld rollen, schildert der Geschäftsführer der Peitzer Öko-Dienste.

Christopher Müller von der Öko Team Peitz GmbH bei der Einsaat von Wildblumensamen auf Ausgleichsflächen für den Windpark Briesnig in Neu Sacro. FOTO: LR / LR Beate Möschl
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