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Lausitzer Unternehmer bei Messe in Kursk

Mit einem Bein in Russlands Markt

Mit einem gemeinsamen Stand haben sich die brandenburgische Wirtschaftsförderung, der Landkreis Spree-Neiße, die IHK Cottbus sowie die Unternehmen Uesa und Kjellberg bei der Wirtschaftsmesse im russischen Kursk präsentiert. FOTO: Landkreis Spree-Neiße / Landkreis Spree-neiße

Forst. Die Industrie- und Handelskammer Cottbus (IHK) soll künftig allen brandenburgischen Unternehmen als Türöffner in die russische Region Kursk zur Verfügung stehen. Kjellberg und Uesa nutzen dieses Wissen bereits.

Beim Besuch des mittelrussischen Wirtschaftsforums in Kursk und der dortigen Messe haben IHK und Vertreter des Oblask ihre seit zweieinhalb Jahren bestehende Zusammenarbeit durch eine entsprechende Vereinbarung erweitert. Damit können alle brandenburgischen Unternehmen auf das Wissen und die Kontakte der IHK im Oblask Kursk zurückgreifen. Das hat die Landesarbeitsgemeinschaft der brandenburgischen Kammern zuvor beschlossen.

Auf dieses Wissen haben vergangene Woche bereits mit der Uesa und Kjellberg Finsterwalde auch zwei Unternehmen aus dem Elbe-Elster-Kreis zurückgegriffen – und sind mit den Ergebnissen des Besuchs sehr zufrieden, wie Silke Schwabe zusammenfasste. Sie ist bei der IHK zuständig für internationalen Handel und hat das Programm vorbereitet für die 13-köpfige Delegation unter der Leitung von Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU).

Beide Unternehmen pflegen bereits Geschäftsbeziehungen nach Russland und wollen die Gelegenheit zu einer Markterweiterung nutzen, so Silke Schwabe. Kjellberg stehe unter anderem in Kontakt mit einem Hersteller für Hochlager, dem Sanierungsbeauftragten des Atomkraftwerkes Kursk, dem Tagebaubetreiber Mikhailsovsky Gok und einem ähnlich wie Kjellberg ausgerichteten Unternehmen, das an einer Ausweitung seiner Produktpalette interessiert sei. Der Elekro- und Schaltanlagenspezialist Uesa aus Uebigau nutzte die Gelegenheit, um sich bei einem regionalen Energieversorger mit den Besonderheiten des russischen Marktes vertraut zu machen. Da eine Umstellung auf 24 kV bevorstehe, werde dort ein entsprechend großes Potenzial gesehen, so Silke Schwabe. Das Thema der EU-Sanktionen habe bei den Gesprächen keine Rolle gespielt. Eher geklärt werden müssten die Auswirkungen der seit dem 8. April bestehenden US-Einschränkungen auf die deutschen Unternehmen, die mit Russland handeln.

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