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Der ehemalige Spree-Neiße-Landrat Dieter Friese (SPD) nutzte die „Narrenfreiheit“, die er als nicht mehr aktiver Politiker habe, um sich für eine schnelle Aufhebung der EU-Sanktionen auszusprechen. Wenn beispielsweise mit Österreich nur ein Mitglied sich gegen die Verlängerung der EU-Sanktionen ausspreche, dann habe man aus südbrandenburgischer Sicht mehr als einen Fuß in der Tür, so Friese, der als Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (Ageg) mitgefahren war. Das Interesse an den Erfahrungen der Euroregion Spree-Neiße-Bober mit denen einer russischen Region sei groß und werde im Frühjahr 2019 auch ein Thema einer Ageg-Konferenz in Brüssel sein.

Genutzt werden sollen die Kontakte aber auch als Fachkräftepotenzial für deutsche Unternehmen. Handwerksbetriebe haben demnach großes Interesse an russischen Fachkräften oder Auszubildenden, so Friese. Nachdem im Krankenhaus Eisenhüttenstadt bereits die ersten russischen Fachkräfte eingestellt wurden, sei nun eine Vereinbarung mit einer Medizinischen Ausbildungsschule in Kursk getroffen worden, sechs Krankenschwestern, zwei Krankenpfleger und zwei Hebammen bis zum Frühjahr sprachlich so fit zu machen, dass sie in Deutschland arbeiten können.

Auch im kommenden Jahr soll es eine Reise zur Wirtschaftsmesse nach Kursk geben. Das wäre Ende Juni 2019. Interesse an der Tour in diesem Jahr hätten noch mehr Unternehmen gehabt, so Silke Schwabe.

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