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Bäcker Dreißig baut sein eigenes Getreide an

Aus Wanderslust wird Radellust auf Flur und Feld

Sylvia Raatz (Mitte) kann sich über ein neues Fahrrad freuen. FOTO: Bäckerei Dreißig

Guben. Die Bäckerei Dreißig hat im Sommer gleich eine ganze Reihe von Menschen ins Feld geschickt. Hintergrund war ein Gewinnspiel im Zusammenhang mit dem Waldstaudenroggen, den die Großbäckerei gemeinsam mit der Agrargenossenschaft Neuzelle in der Oder-Spree-Gemeinde anbaut.

Wer sich dorthin begab und ein Beweisfoto einsandte, hatte die Chance auf eine Reihe von Preisen. Den Hauptpreis, ein Fahrrad, räumte Sylvia Raatz aus Bomsdorf in Neuzelle ab. Sie konnte am Freitag in Guben ihr neues Gefährt von Gehard Lieske vom Fahrradladen Lieske in Guben in Empfang nehmen. Die Gewinnerin war eigens mit ihrem Ehemann samt Kfz-Anhänger aus Bomsdorf gekommen, um das Zweirad sicher ins Dorf zu bringen.

Eine Wanderslust, so hatte der Großbäcker das Preisausschreiben genannt, wird es auch im kommenden Jahr wieder geben, kündigt Markus Dreißig an. Dann schickt der Bäcker die Kunden sogar zu zwei Feldern. Neben dem Waldstaudenroggen wird es im kommenden Jahr auch ein Dinkelfeld in Neuzelle geben, kündigt Dreißig an. Dinkel, das hatte Markus Dreißig der RUNDSCHAU bereits im September erklärt, ist im Grunde das Gegenstück zum Waldstaudenroggen. Letzterer ist im Grunde der Ur-Roggen, Dinkel der Ur-Weizen. Beide sind einerseits genügsamer beim Anbau, andererseits aber auch bekömmlicher als ihre Verwandten. Das Dinkel-Feld soll laut Markus Dreißig acht bis zehn Hektar groß werden.

Sylivia Raatz wird auch bei der Wanderslust 2020 wieder auf die Suche nach den Dreißig-Feldern gehen. Ob sie dann allerdings wandert oder das neue Rad benutzt, ließ sie am vergangenen Freitag in Guben noch offen, als sie ihr neues Fahrrad samt Helm in Empfang nahm.

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