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Jubiläum

Brücken aus Beton und Beziehungen

Durch Projekte der Euroregion Spree-Neiße Bober gibt es heute zahlreiche Brücken zwischen Deutschland und Polen. FOTO: Stadt Guben

Guben. Viel bewegt: Die Euroregion Spree-Neiße Bober feiert in zwei Wochen ihr 25-jähriges Bestehen.

„Grenzen sind Narben der Geschichte“, sagt Kathleen Markus, stellvertretende Geschäftsführerin der Euroregion Spree-Neiße Bober. Die Euroregion arbeite daran, dass diese Narben verblassen. Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren, am 21. September 1993, hat sie  die Zusammenarbeit im Grenzgebiet mit den Flüssen Spree, Neiße und Bober bei rund 1400 deutsch-polnische Begegnungsprojekte mit einer Fördersumme von 7,5 Millionen Euro über den Kleinprojektefond ermöglicht – und das ist nur das Ergebnis für die deutsche Geschäftsstelle. In der aktuellen Förderperiode seit Mai 2016 wurden von Trägern im Spree-Neiße-Kreis und Cottbus 166 Begegnungen mit 1,2 Millionen Euro unterstützt. „Außerdem haben wir über 100 Millionen Euro aus dem Interreg-Programm in die Region holen können“, zeigt Geschäftsführer Carsten Jacob die Dimensionen auf. Aus diesem Fördertopf wurden  seit 2016 immerhin 16 große Projekte für insgesamt 13,1 Millionen Euro in Spree-Neiße und Cottbus ermöglicht.

„Seit unserer Gründung konnten wir entscheidende Brücken bauen. Brücken aus Beton, aber auch Brücken zwischen Menschen“, sagt Carsten Jacob. Bedingt durch die Geschichte sei der deutsch-polnische Austausch früher nicht die Regel gewesen. Im Gründungsdokument ging es daher auch erst einmal nur darum, die Zusammenarbeit grundsätzlich zu regeln. „Ein Vierteljahrhundert später treffen sich die Verwaltungsspitzen, die Hochschulen arbeiten zusammen und die Schulen und Kammern beider Seiten stehen im Austausch“, erzählt Carsten Jacob. „Von der Wiege bis zum Rentenalter gibt es heute themenübergreifend einen Austausch.“ Das habe das Zusammenleben in der Grenzregion neu organisiert. „Anfang der 90er- Jahre waren die Grenzen infrastrukturell sehr sichtbar“, erinnert sich Kathleen Markus. Heute ist der Übergang kaum noch spürbar. „Besonders im Bereich des Natur- und Kulturerbes hat sich die Region profiliert“, findet Carsten Jacob. Als Erfolg sieht er den Zusammenschluss verschiedener Akteure mit touristischen „Filetstücken“ zu Parkverbund Lausitz und Geopark Muskauer Faltenbogen. „Die ganze Region hat von den Projekten profitiert und bauliche Sprünge gemacht“, so Jacob. Von der BTU, über den Rosengarten in Forst, den Branitzer Park in Cottbus bis hin zum Bootbshaus in Spremberg: „In Guben wurde sogar das ganze Stadtbild geprägt.“

Geschäftsführer Carsten Jacob und seine Stellvertreterin Kathleen Markus fiebern der Jubiläumskonferenz in Zielona Gora entgegen. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
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