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Generationenwechsel

Wie ein junger Vorstand die Fastnacht organisiert

Heidi Ickert (l.) hatte die Idee zu den Kostümen für die Abenteuer im Märchenwald.FOTO: Ute Richter

Groß Breesen. Mit Tanz und Zampern in fantasievollen Kostümen startete in Groß Breesen der Reigen der Feiern.

Mit dem traditionellen Fastnachtstanz am Freitagabend sowie dem Zampern am Samstag ist der Reigen der Fastnachten in Guben und der Gemeinde Schenkendöbern gestartet. Die Groß Breesener sind jeweils die Ersten, die von Haus zu Haus zu ziehen und Eier, Speck und Geld für das Eierkuchenessen am darauffolgenden Wochenende sammeln. Bereits zum 20. Mal nach der Wende machten sich mehrere Trupps auf den Weg, um die Gehöfte im langgezogenen Ort abzuklappern. Traditionell fährt in jedem Jahr eine Abordnung der Zampergesellschaft per Traktor die etwas abgelegenen Gebiete wie den Weinberg, Grunewald und Hinter der Bahn an.

Vorbereitet wird das Fastnachtswochenende traditionell vom Fastnachtsvorstand des Dorfes. Dieser wechselte im vergangenen Jahr in die Hände der „Jungen“. Cora Lange, Anja Dorf, Michael Schulz, Miriam Ickert und Bernd Elster übernahmen das Zepter. „Die Herausforderung für uns ist, dass wir fast alle nicht mehr hier wohnen und arbeiten“, erzählt Cora Lange. In Leipzig, Dresden, Berlin und anderswo sind sie verstreut. „Die Drähte der Whats-App-Gruppe haben geglüht in den letzten Wochen“, verriet Michael Schulz. Doch sie wissen, dass sie sich auf die Unterstützung der „Alten“ immer verlassen können.

Zum Jubiläum engagierten sie in diesem Jahr die Oktoberfestspitzbuben für den Fastnachtstanz im Landgasthof Waldow. Als Überraschung hatten sich die jungen Leute eine Performance der Wildecker Herzbuben, getreu dem Groß Breesener Motto „Weil wir Freunde sind“, einfallen lassen. Das kam bei den weit über 100 Besuchern gut an.

(utr)
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