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Euroregion Spree-Neiße-Bober

Klappern für Millionenzuschüsse auf beiden Seiten der Neiße

Präsdium und Geschäftsstellen der Euroregion wollen in Brüssel für die Unterstützung der Grenzregion werben. FOTO: Euroregion Spree-Neiße-Bober / Euroregion

Cottbus/Spree-Neiße. In Brüssel werden die Weichen für die nächste Förderperiode gestellt. Dabei geht es um viele Millionen Euro auch für die Kommunen, Vereine und Einrichtungen.

Angesichts der Neuausrichtung der EU-Förderung für den Grenzraum wollen Vertreter der Euroregion Spree-Neiße-Bober in Brüssel auf sich aufmerksam machen. Die vier deutsch-polnischen Euroregionen von der Ostseeküste bis zum Dreiländereck bei Zittau haben vor diesem Hintergrund auch bereits im September ein gemeinsames Memorandum verfasst, das „als Kompass für die künftige Ausgestaltung von Interreg-Programmen dienen soll“, heißt es aus der Geschäftsstelle der Euroregion Spree-Neiße-Bober, die auf deutscher Seite den Landkreis Spree-Neiße sowie die Stadt Cottbus umfasst.

In knapp einer Woche wird eine Delegation aus der Euroregion auf Einladung des  CDU-Europaabgeordneten Christian Ehler nach Brüssel fahren, um dort unter anderem Vertreter der zuständigen Generaldirektion für Regionalpolitik und Stadtentwicklung zu treffen. Zur Delegation gehören von deutscher Seite Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger und der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (beide CDU). Sie wollen um eine „auskömmliche Unterstützung“ durch die Europäische Union (EU) nach 2020 zu werben. Das ist nach Ansicht der Regionalpolitiker auch wesentlich für die Europäische Union, deren Parlament in diesem Jahr gewählt wird.  Altekrüger äußerte sich überzeugt, das sich „insbesondere in den Grenzregionen die Zukunft unseres Staatenbundes entscheiden“ werde. Der polnische Euroregionspräsident Czeslaw Fiedorowicz sieht insbesondere in den Euroregionen die Akteure, die sich vieler Probleme entlang der Grenzen annehmen, wie beispielsweise des  Gesundheitswesens oder des grenzüberschreitenden Rettungswesens. Über die Euroregion werden mehrere Projekte in diesem Bereichen gefördert. Die Probleme allein im grenzüberschreitenden Rettungsdienst bestehen seit Jahren,  müssten auf höherer Ebene geklärt werden, da jeweils nationales Recht mit einfließt.

Auch vor diesem Hintergrund wolle die Euroregion 2019 ihr Entwicklungs- und Handlungskonzept unter dem Titel „Euroregion 2030“ aktualisieren,  kündigt Euroregionsgeschäftsführer Carsten Jacob an. Man wolle die die bestehenden Barrieren, aber auch die Chancen für die weitere Arbeit herauszustellen. Das aktuelle Handlungskonzept geht  noch davon aus, dass Bergbau und Energiewirtschaft „auch für die Zukunft ein großes und vielfältiges Potenzial für die grenzübergreifende Zusammenarbeit“ bieten – auch wegen des Tagebaus auf polnischer Seite, wo die Genehmigsphase ruht.

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