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Auftakt der Diskussion

Ein Tarif fürs Thälmannheim?

Die Gubener Sozialwerke betreiben unter anderem das Rosa-Thälmann-Heim im Hintergrund. Jetzt diskutieren Gewerkschafter und Geschäftsführung über die Gehälter der Mitarbeiter. FOTO: lr / Engelhardt

Guben. Gubener Sozialwerke und Ver.di stehen bei ihren Verhandlungen erst am Anfang.

Stehen für die Gubener Sozialwerke gGmbH (GSW), die unter anderem das Rosa-Thälmann-Heim betreiben, in Kürze Tarifverhandlungen auf dem Programm? Wenn es nach der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi geht, wird diese Frage mit einem klaren Ja beantwortet. Erst vor wenigen Tagen hatte Gewerkschaftssekretär Ralf Franke das Unternehmen zu derartigen Verhandlungen aufgefordert.

Geht es nach der Geschäftsführung, lautet die Antwort „Ja, aber. . .“ Geschäftsführer Martin Reiher sagt: „Wir sperren uns nicht gegen Verhandlungen, aber wir müssen vorher exakte Zahlen haben, was eine Tariferhöhung für finanzielle Folgen hätte.“ Die Zahlen will Reiher dem Aufsichtsrat Ende des Monats vorlegen. Das Spannende: Es gibt mehrere Szenarien, wie die Tarife bei den Sozialwerken erhöht werden könnten – mit recht unterschiedlichen finanziellen Konsequenzen.

Ausgangspunkt ist, dass die GSW derzeit kein Mitglied eines Arbeitgeberverbandes sind und auch keinen eigenen Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft abgeschlossen haben. Trotzdem habe es in den vergangenen Jahren immer wieder Erhöhungen der Stundenlöhne gegeben. So sei die Vergütung von Fachkräften von 2013 bis 2019 von einem Stundenlohn von 11 Euro auf 15 Euro gestiegen. Und bei Mitarbeitern, die den Pflegemindestlohn verdienen, sei die Vergütung im selben Zeitraum von 7,50 Euro auf 10,55 Euro pro Stunde gestiegen.

(ten)
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