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Übrigens

Präventive WC-Kommunikation

Jürgen Scholz FOTO: LR / Sebastian Schubert

Der Weg zur Erledigung eines menschlichen Bedürfnisses ist zuweilen erkenntnisreich. Manchmal ist es die Erkenntnis, dass bei manchen die gute Kinderstube entweder nicht so gut war oder aber die Vermittlung des Wissens sehr lange zurückliegt.

Berliner scheinen ein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis zu haben, solche Dinge präventiv zu regeln, zeigte der Besuch in den keramisch dekorierten Räumen eines dortigen Büros. Erste Aufforderung schon an der ersten Pforte zu den gefliesten Räumen: Diese Tür sei immer zu schließen. Wem würde einfallen, dies nicht zu tun? Am Pissoir folgt die Bitte, das Spülen nicht zu vergessen. Ganz hinten in den Kabinen ergeht die Aufforderung an die Herren, sich doch bitte zu setzen – dann falle auch die Zeitungslektüre einfacher oder das Abrufen der Nachrichten auf dem Handy. Und an jedem Lichtschalter in den gekachelten Räumen steht die Aufforderung, das Licht beim Gehen wieder zu löschen. Gut, dass es nicht noch mehr freundliche Hinweise gab. Manches möchte man sich dann doch nicht vorstellen. Was wohl bei den Damen zu lesen ist?

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