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Bundesprogramm

Nachrücker als Glücksgriff

Felipe Ledesma (l.) bewirtschaftet den Gemüsegarten auf dem Gelände des Touristenstützpunktes am Deulowitzer See. Frank Retzlaff, Geschäftsführer der Ferieninitiative Grenzenlos, ist froh über die Unterstützung. FOTO: LR / Silke Halpick

Guben. Mit gärtnerischem Geschick hilft Felipe Ledesma der „Ferieninitiative Grenzenlos“.

Der gebürtige Kubaner Felipe Ledesma gießt die Tomaten im Gemüsegarten auf dem Gelände des Touristenstützpunktes Deulowitz, betreut den Naturlehrpfad oder reinigt die Teichanlage. Der 58-Jährige ist einer von 14 Gubenern im Bundesprogramm „Soziale Teilhabe“. Der gelernte Schlosser hofft, Arbeit in der Region zu finden. Doch das ist offenbar nicht so einfach. Bewerbungen habe er bereits zahlreiche verschickt. Der Erfolg blieb bisher aus. Seit zwei Jahren ist er ohne Job. „Auf Montage will ich nicht mehr“, sagt Ledesma. Drei Jahre habe er in Spanien gearbeitet. Bei seiner Rückkehr hätten ihn die eigenen Kinder nicht mehr erkannt, erzählt er.

Mitte Mai ist Felipe Ledesma als Nachrücker ins Bundesprogramm hinein gerutscht. Seine Vorgängerin hat das Projekt verlassen. „Mir macht das hier viel Spaß“, sagt der Kubaner. Vor 38 Jahren kam er über das Regierungsabkommen zwischen seinem Heimatland und der DDR nach Guben, um zum Facharbeiter im Chemiefaserwerk Guben ausgebildet zu werden. Der Liebe wegen blieb er bis heute.

Ein Glücksgriff ist Felipe Ledesma für die Ferieninitiative Grenzenlos, die als gemeinnütziger Verein den Touristenstützpunkt Deulowitz seit fünf Jahren betreibt. „Ich kenne ihn bereits aus einer anderen Beschäftigungsmaßnahme und schätze seine Arbeit“, sagt Frank Retzlaff, Geschäftsführer der Ferieninitiative. Fünf Stunden täglich hilft der Kubaner, betreut beispielsweise auch das Grüne Klassenzimmer oder gibt Zumba-Kurse. „Die kommen bei den Kindern gut an“, so Retzlaff.

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