ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Konzept für Kulturzentrum Obersprucke

Tanz um Förderung geht weiter

Die Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt hatten im vergangenen Jahr Fasching im Kulturzentrum Obersprucke gefeiert. Seit Jahren wird um eine Entgeltordnung für das Objekt gerungen. ⇥Archivfoto: Silke Halpick FOTO: Halpick

Guben. Guben stellt neues Konzept für Kulturzentrum Obersprucke vor und hofft auf großen Wurf.

Wie kann die Stadt Guben trotz begrenzter Haushaltsmittel die ehrenamtliche Vereinsarbeit unterstützen? Das ist eine Frage, die die Stadtverordneten bereits seit mehreren Jahren umtreibt. Auslöser dafür war der Streit um eine Entgeltordnung für das Kulturzentrum Obersprucke.  Nun präsentiert die Stadtverwaltung erstmals ihre neuen Ideen. Erhofft wird der große Wurf.

Noch können die Vereine die Räume im Kulturzentrum Obersprucke kostenlos nutzen. Alle bisherigen Versuche, sie an den Mietkosten für das Objekt der Gubener Wohnungsgesellschaft (Guwo) zu beteiligen, sind fehlgeschlagen. Die Ehrenamtler kritisierten die Höhe der geplanten Gebühren. Die Stadtverordneten befürchteten ein Sterben der kulturellen und sozialen Arbeit in dem ohnehin sensiblen Stadtteil – und lehnten die  Beschlussvorlagen der Verwaltung ab.

Der neue Entwurf umfasst eine neue Entgeltsatzung sowie zwei geänderte Förderrichtlinien.  „Es gibt zwei Varianten“, erklärt Mandy Große, Fachbereichsleiterin für Kita, Schulen und Soziales. Zum einen können die Vereine eine entgeltfreie Nutzung der Räume beantragen. Wird das von den Stadtverordneten abgelehnt, bleibt als zweite Möglichkeit, einen 75-prozentigen Zuschuss auf die Mietkosten zu beanspruchen. Dieser Anspruch soll in die bereits bestehenden Förderrichtlinien der Stadt zur finanziellen Unterstützung der sozialen und der kulturellen Arbeit ganz neu aufgenommen werden. Bislang ist hier nur der Zuschuss für bestimmte Einzelprojekte vorgesehen.

top