ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Tarif oder kein Tarif

Zurückhaltung sorgt für Kritik

Vor der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hatten Mitarbeiter der Gubener Sozialwerke vor dem Rathaus demonstriert. Auch bei ihnen gibt es Kritik über die Zurückhaltung des Bürgermeisters. Der aber will sein Vermittlerpotenzial noch nicht aufgeben. FOTO: LR / Engelhardt

Guben. Bürgermeister Fred Mahro will sein Vermittler-Potenzial im GSW-Streit nicht aufgeben.

Die Zurückhaltung von Bürgermeister Fred Mahro (CDU) im Tarifstreit bei den Gubener Sozialwerken (GSW) sorgt für Kritik, nicht nur bei den Beschäftigten und dem Verdi-Gewerkschaftssekretär Ralf Franke, sondern auch im Stadtparlament. Trotzdem bleibt Mahro seiner Linie treu – einmischen will er sich vorerst nicht.

„Herr Mahro kann sich nicht zurückziehen auf die Position der Tarifautonomie“, argumentiert Roland Prauser (AfD). Mahro sei auf der einen Seite Bürgermeister, als Unternehmer aber auch in der Verantwortung für seine Mitarbeiter. Die GSW ist ein städtisches Unternehmen.

Er werde sich weder durch die Politik noch durch die Gewerkschaften unter Druck setzen lassen, sich noch bevor überhaupt Verhandlungen begonnen haben, in den Konflikt einzuschalten, sagte Fred Mahro. Grund sei, dass er seine potenzielle Position als Vermittler nicht zu früh aufgeben sollte. Seine Erfahrung sei es, dass sich ein Hauptverwaltungsbeamter erst dann einschalten sollte, wenn sich die zu Verhandlungen gesetzlich bereichtigte Parteien festfahren.

top