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Mord? Totschlag? Körperverletzung mit Todesfolge?

Todesfall bleibt Stadtgespräch in Guben

Lange standen Ermittler vor dem Haus in der Friedrich-Schiller-Straße – die Polizei hat sich mit Informationen jedoch bis Freitagabend völlig zurückgehalten. FOTO: LR / Engelhardt

Guben. Eine Leiche in eine Decke eingehüllt, spärliche Infromationen der Polizei. Eine Festnahme. Jetzt brodelt die Gerüchteküche in der Stadt.

Eigentlich geht es schnell – eine Nachricht, eine Straftat, ein Toter – und kurz darauf häufen sich die Kommentare angeblicher oder echter Augenzeugen im Netz. „Ich habe gesehen, wie ...“, „Ich glaube, ich weiß, wer ...“ – Auffallend ruhig aber bleibt es nach der Schreckensnachricht von Freitag. Eine Leiche, eingewickelt in eine Decke, in einer Küche einer Gubener Wohnung. Eine Festnahme, ein 50-Jähriger, offenbar der Mieter der Wohnung in der Friedrich-Schiller-Straße wenige Meter vom Kaufland entfernt.

Bei Facebook sind es vor allem Beileidsbekundungen an die Hinterbliebenen. Der junge Mann, das Opfer, war nach LR-Informationen ein Gubener. Über sein Alter gibt es unterschiedliche Aussagen, die zwischen 34 und 38 Jahren liegen. Konkrete Angaben der Polizei zum Opfer gab es nicht, sie vermeldete am Freitagabend nur Ermittlungen aufgrund eines Kapitaldelikts. Die Staatsanwaltschaft Cottbus war da deutlicher, bestätigte den gewaltsamen Tod eines jungen Mannes. Und die Auffindsituation. Dennoch bleiben Fragen – bei Gubenern, bei LR-Lesern: Was genau war vorgefallen?

Klar ist: Spätestens seit Mittwochmorgen brodelt die Gerüchteküche. Polizeiwagen hatten sich vor dem Tatort versammelt, zunächst einfache, dann Fahrzeuge der Kripo aus Cottbus. Augenzeugen berichten von einem Einsatz von Spürhunden und Befragungen der Nachbarn – die Polizei hielt sich selbst am Freitag noch bedeckt, vermeldete das Kapitaldelikt erst, nachdem die LR den Fall nach Bestätigung durch die Staatsanwaltschaft publik gemacht hatte.

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