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Soziale Teilhabe

Tradition und skurrile Geschichten

Arnold Sosner steht an der Ringzwirnmaschine, Baujahr 1910. Momentan wird die Ausstellung zur VEB Gubener Wolle umgebaut.FOTO: S. Halpick

Guben. Seit eineinhalb Jahren arbeitet Arnold Sosner für den Verein Gubener Tuche und Chemiefasern. Er ist einer von 14 Neißestädtern im Bundesprogramm "Soziale Teilhabe".

Für den 61-Jährigen sind die Chancen auf einen Job im ersten Arbeitsmarkt sehr gering, wie er selbst einschätzt. Doch das bremst sein Engagement keinesfalls. Aktuell baut er die Ausstellung des Vereins um.

Mehr als 1000 Jahre alt sei die Tradition der Wollproduktion in Guben, sagt Sosner. Gut gelaunt und mit sonorer Stimme erzählt er Geschichten, denen die Ausstellungsbesucher gerne lauschen. Beispielsweise die über den Wandteppich mit 137 500 Knoten und der Aufschrift "Guben", den zu DDR-Zeiten die Lehrlinge im VEB Gubener Wolle knüpften.

Kurz vor seiner Fertigstellung bekam Guben jedoch1961 den Zusatz "Wilhelm-Pieck-Stadt" verliehen. Zum Gedenken an den DDR-Staatspräsidenten, der 1876 an der Neiße geboren wurde. Der mühevoll geknüpfte Teppich verschwand in der Schublade des volkseigenen Betriebes. Jetzt ist er exklusiv in der Ausstellung des Vereins zu sehen.

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