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Rückblick

2018 – ein Jahr der Wetterrekorde

Kernbeißer, Stieglitz und Kohlmeise treffen sich derzeit am Futterautomat bei Dieter Lehmann vor seinem Haus in Falkenberg.FOTO: Dieter Lehmann

Elbe-Elster. Dieter Lehmann aus Falkenberg blickt auf das ungewöhnliche Wetterjahr zurück.

Das hinter uns liegende Jahr war das wärmste und sonnigste, aber leider auch eines der niederschlagsärmsten Jahre seit 1881, dem Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Mit 10,4 Grad Celsius (°C) lag der Temperaturdurchschnitt um 2,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Das Jahr 2018 übertraf damit den bisherigen Rekordhalter 2014 um 0,1 Grad.

Es begann mit einem ungewöhnlich milden, aber zum Glück sehr niederschlagsreichen Januar. In Falkenberg gab es keine einzige Frostnacht. Den wärmsten Tag erlebten wir am 25. Januar, mit einer Mittagstemperatur von 11,9 °C. Nachdem bereits am 3. Januar das Sturmtief „ Burglind“ über uns hinweg gezogen war, kam es am Nachmittag des 18. Januar zu einer Wetterkatastrophe. Aus Nordwesten kommend, fegte das Orkantief „Friederike“ über uns hinweg. Es war der schlimmste Sturm, den ich je erlebt hatte. Zahllose Bäume wurden entwurzelt, zerbrochen oder einfach umgeworfen. In unseren Wäldern sah es danach chaotisch aus. Verschiedentlich kann man dort noch heute die umgeworfenen Bäume sehen.

Im Februar und März gab es nur wenige Wintertage. Dann, Anfang April, schaltete das Wetter innerhalb weniger Tage von Winter auf Sommer um. Es wurde warm, viel zu warm. Aber es regnete zu wenig. Von Februar bis November blieben zehn Monate hintereinander zu trocken. Ganz zweifellos, das Hitzejahr 2018 war eine Folge des bereits eingetretenen globalen Klimawandels.

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