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IG BAU: Viel Nachholbedarf

Altbauten in Elbe-Elster sollen klimafreundlicher werden

Unsanierte Altbauten sorgen für hohe Heizkosten – und drücken auf die Klimabilanz. Ein Drittel aller Treibhausgase gehen laut Studien auf das Konto von Gebäuden. Die IG BAU fordert mehr energetische Sanierungen. FOTO: IG BAU

Elbe-Elster. Fehlende Wanddämmung, nicht isolierte Dächer, alte Fenster: Unsanierte Gebäude lassen nicht nur die Heizkosten steigen, sie belasten auch das Klima.

Altbauten drücken auf die CO2-Bilanz im Kreis Elbe-Elster, sagt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Nach Informationen der IG BAU stammen rund 24 200 Wohngebäude aus der Zeit vor 1979. Damit sind 75 Prozent aller Wohnhäuser im Landkreis mindestens 40 Jahre alt, so die Bau- und Umweltgewerkschaft, die sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes beruft.

Um effektiv etwas fürs Klima zu tun, muss es, so die IG BAU Südbrandenburg, deutlich mehr energetische Altbausanierungen geben. „Wichtig ist dabei, dass Mieter und Eigenheimbesitzer nicht auf den Kosten sitzen bleiben“, sagt Bezirksvorsitzende Regina Grüneberg. Zwar dürften Vermieter ab diesem Jahr nur noch acht statt wie bisher elf Prozent der Sanierungskosten auf die Miete umlegen. „Aber für viele Menschen mit niedrigen Einkommen ist auch das zu viel“, betont Grüneberg. Der Staat müsse die Gebäudesanierungen deshalb stärker als bisher fördern. Davon sollten dann auch Besitzer von Eigenheimen profitieren, die für ihre eigenen vier Wände hart gespart hätten.

„Im Moment steht der Verkehr im Mittelpunkt der Debatte. Dabei machen Gebäude ein Drittel aller Treibhausemissionen aus“, so Grüneberg. Die bisherigen Sanierungsmaßnahmen reichten bei weitem nicht aus, wie neueste Zahlen der staatlichen Förderbank KfW zeigten. Danach wurden im Kreis Elbe-Elster im vergangenen Jahr 181 Wohneinheiten energetisch saniert. Dafür flossen von der KfW Fördermittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro.

(pm/blu)
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