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Förster schlagen Alarm

Borkenkäfer frisst sich durch unseren Wald

Hubert Stachitz, Revierförsterin Katrin De Jongh, Georg Fischer und Iris Schülzke (v.l.) in einem Waldstück bei Jagsal. Es ist besonders schwer vom Borkenkäferbefall betroffen. Zahlreiche Bäume sind bereits abgestorben. FOTO: LR / Rudow

Elbe-Elster. Der Befall in Elbe-Elster ist massiv. Förster appellieren an die Waldbesitzer, kranke und tote Bäume zu entfernen.

Der Kiefernwald, einer unserer wichtigsten ökologischen Faktoren im Elbe-Elster-Kreis, kämpft ums Überleben. Kiefernborkenkäfer und andere Kiefernstammschädlinge fressen sich massenhaft durch die Bestände und lassen die Bäume absterben. Michael Kopka, ehemaliger Revierförster in Schönewalde und jetzt beim Landesbetrieb Forst für die Schädlingsbekämpfung zuständig, ist mehr als besorgt. „Eigentlich sollten in Elbe-Elster etwa 900 Hektar gegen die Forleule gespritzt werden. Aber im Ergebnis des Wintermonitorings ist das zum Glück nicht erforderlich“, sagt er. Kopka leitet derzeit die Einsätze gegen die Nonne in anderen Landkreisen, bei denen die Forst auch immer wieder auf Widerstand stößt.

„Bei uns in Elbe-Elster sind das größte Problem die Kiefernstammschädlinge. Die Schäden sind gravierend. Bisher sind bereits 1400 Festmeter Schadholz gemeldet, die der Blaue Kiefernprachtkäfer verursacht hat, 1000 Festmeter sind es durch den Zwölfzähnigen Kiefernborkenkäfer. Schwerpunkt sind hier die Reviere Elsterwerda und Finsterwalde. Der Fichtenborkenkäfer sorgt im Raum Doberlug-Kirchhain auf 12,5 Hektar für Absterbeerscheinungen. Die Dunkelziffer bei den Schäden ist aber noch höher. Die Förster kommen ja nicht in jeden Winkel ihres Reviers“, sagt Kopka.

Und wie sieht es konkret vor Ort aus? Die RUNDSCHAU hat sich in dieser Woche im Kiefernwald bei Jagsal im Revier Buchhain mit Revierförsterin Katrin De Jongh, den privaten Waldbesitzern Hubert Stachitz und Georg Fischer aus Jagsal sowie der Landtagsabgeordneten Iris Schülzke getroffen, die um Information und Aufklärung der Waldbesitzer bemüht ist.

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