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Holzdorf

Brände halten Holzdorfer Soldaten in Atem

Techniker befestigen an der CH-53 einen Smokey und geben dieser dann das Signal für den Abflug. FOTO: Luftwaffe / Johannes Heyn / Bundeswehr/Johannes Heyn

Holzdorf. Das Hubschraubergeschwader 64 will helfen und macht vieles möglich, doch die Soldaten stoßen immer wieder an ihre Grenzen.

Seit Wochen schon halten größere und kleinere Brände den Osten Deutschlands in Atem. Besonders betroffen davon sind Sachsen-Anhalt und Brandenburg, wo besonders der Waldbrand nahe Treuenbrietzen für Schlagzeilen sorgte. Zum Einsatz kamen dort und anderswo Hubschrauber der Bundeswehr Holzdorf.

Wann immer die Feuerwehren der Region derzeit ausrücken müssen, wird nicht selten auch die Bundeswehr informiert. Auf ihre Fähigkeit, Brände aus der Luft oder mittels Pionierpanzer zu bekämpfen, greifen die zivilen Einsatzstäbe inzwischen verstärkt zurück. Erwiesen ist, dass ohne die Luftunterstützung der Bundeswehr der Ort Klausdorf nahe Treuenbrietzen vor den Flammen nicht zu retten gewesen wäre. Insgesamt 42 Löscheinsätze flog die Holzdorfer Maschine, ließ mit jedem Anflug 5000 Liter Wasser über dem Brandherd abregnen. Als Pilot im Einsatz war hierbei unter anderem Major Andreas Kraft (Name geändert). „Das größte Problem, das wir zu bewältigen hatten, war die Entfernung bis zur nächsten Wasseraufnahmestelle“, berichtet er. Knapp acht Minuten dauerte es, bevor die CH-53 GA mit frischem Wasser, aufgenommen in einem Baggersee, wieder am Brandort zurück war. Zeit, die für Wartende zur Ewigkeit wurde.

Doch die professionelle Arbeit der Crew und ihrer Unterstützer am Boden ließ das Wunder wahr werden – Klausdorf wurde vor den Flammen bewahrt. In etwa 60 bis 70 Meter Höhe sei man über den Flammen geflogen. Orientiert haben sich Pilot und Bordtechniker vor dem Abwurf an der Stärke des Qualms, sagt Kraft. „Wir sind keine Brandexperten, unser Auftrag beinhaltet andere Aufgaben“, fügt er an. Zudem müsse man darauf achten, dass die Hitzeentwicklung um die Triebwerke nicht zu stark werde. „Wenn die Umgebungstemperatur zu hoch ist, lässt die Leistung der Treibwerke deutlich nach. Dann wird es auch für die Besatzung gefährlich“, ergänzt Oberstleutnant Knut Brantin, Kommandeur der in Holzdorf stationierten Lufttransportgruppe des Hubschraubergeschwader 64.

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