ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Grundlegend sei die Bundeswehr für diese Arbeit gar nicht ausgestattet. Die zum Einsatz kommenden Löschbehälter „Smokey“ seien Anfang der 1970er-Jahre zur Brandbekämpfung auf Flugplätzen konzipiert worden. Mittelfristig sollte man sich daher in Deutschland über die Anschaffung eines oder mehrerer Löschflugzeuge ernsthaft Gedanken machen, regt Brantin an. Zudem wird die aktuelle Wetter- und Klimasituation nicht besser, Brände werden in Zukunft öfter und größer ausbrechen als man es aus der Vergangenheit kennt. Da Brandbekämpfung Ländersache ist, sollten die Landesparlamente in Magdeburg oder Potsdam daher möglichst bald in Absprache mit angrenzenden Bundesländern über die Beschaffung von Löschflugzeugen reden. Die hohen Investitionskosten würde die Minimierung der Brandschäden zweifelsfrei rechtfertigen. „Hier geht es um die Sicherheit der Menschen“, bringt es Brantin auf den Punkt.

In die Jahre gekommene Technik und das Personal am Limit lassen Situationen wie diese ohnehin nicht lange aufrecht erhalten. Schließlich müsse die Truppe „nebenher“ auch dafür Sorge tragen, dass sie für die anstehenden Auslandseinsätze in Afrika oder Afghanistan fit gemacht wird, so Brantin. Wenn diese Zeit allerdings mit Löscheinsätzen abgedeckt wird, wird es zeitlich eng.

Um es klar zu stellen: Die Bundeswehr will helfen und macht alles Denkbare möglich. Aber auch ihr sind Grenzen aufgezeigt. Knapp 90 Minuten, in denen man acht bis zehn Löscheinsätze bewältigte, dauert ein Einsatz des Hubschraubers, dann muss er zum Tanken auf den Boden. Von Treuenbrietzen bis Holzdorf waren das zwölf Minuten Flugzeit. Um die Maschine hier landen zu lassen, mussten auch Feuerwehr, Tower, Flugsicherheit, Techniker, Fliegerarzt und andere mehr vor Ort in Bereitschaft stehen. Insgesamt etwa 40 Personen rechnet Brantins Stellvertreter Oberstleutnant Michael Hackert vor. Zudem wurde nach gewisser Zeit auch die Crew getauscht. Auch wenn Investitionen und Personalzuwachs wichtig sind und weiter mit Nachdruck gefordert werden müssen, aktuell wird es keine Lösung hierfür geben. Daher werden die Hubschrauber aus Holzdorf wohl auch weiterhin unterwegs sein, wenn ein Brand die Region in Atem hält.

top