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Sportstätten

Chance für das Herzberger Freibad

So sieht der erste Entwurf der Bautzener Planer für das Herzberger Freibad aus. FOTO: Bauplanung Bautzen GmbH / Bauplanung Bautzen GmbH / Janetzko

Herzberg. Die Stadtverwaltung versucht es mit einem neuen Förderprogramm. Abgeordnete geben grünes Licht.

Kaum ein Thema bewegt die Herzberger in jedem Jahr aufs Neue so wie das Freibad der Stadt. In den Jahren 1968/69 erbaut und mit noch viel DDR-Charme ausgerüstet, ist es immer wieder ein materieller und finanzieller Kraftakt, das Bad für eine neue Saison fit zu machen und zu betreiben. In so ziemlich jeder Haushaltsdiskussion ist es ein Thema. Und kaum noch zu zählen sind die zumindest gedanklichen Vorstöße, es zu sanieren. Doch immer wieder scheitert dieses Vorhaben am Geld. Denn aus dem Freibad eine moderne Freizeitanlage zu machen, würde Millionen Euro verschlingen. Ein für Herzberg utopisches Vorhaben. Es sei denn, ein Fördermittelsack würde ganz, ganz weit aufgemacht. Doch dem ist die Stadt in den vergangenen Jahren nicht begegnet. Das könnte sich aber vielleicht schneller ändern, als man im Rathaus zu hoffen gewagt hat. Die Betonung liegt ausdrücklich auf „vielleicht“. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

In der Bauausschusssitzung am Dienstag überraschte das Bauamt die Abgeordneten mit einem Entwurf für den Umbau und die Sanierung des Freibades in ein modernes Freizeitbad. Erstellt hat ihn die Bauplanung Bautzen GmbH. Wie Bauamtsleiter Rüdiger Bader erläuterte, ist am 15. August die Auslobung für ein Bundesförderprogramm für die „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“ im Herzberger Rathaus eingegangen. Das Programm, das jetzt in der dritten Runde ist, hält 100 Millionen Euro bereit und das Freibad der Stadt würde dort gut hineinpassen. Also hat das Bauamt sofort Kontakt zu den Planern des Freizeitbades in Luckau aufgenommen, die auch das Bad in Forst saniert haben. Es handelt sich um die Bauplanung Bautzen GmbH. In der vergangenen Woche hat man zusammen gesessen, und die Bautzener Planer haben in Windeseile einen ersten Entwurf erarbeitet, wie das Herzberger Bad sinnvoll umgestaltet werden könnte. Eile war auch geboten, denn am Freitag endet die Bewerbungsfrist.

Natürlich braucht die Stadtverwaltung dafür grünes Licht von den Stadtverordneten. Und so passte es gut, dass am Dienstag zur Bauausschusssitzung wegen dem Beschluss zur Kita „Spatzennest“ auch die Mitglieder des Kultur, Bildungs- und Sportausschusses sowie einige sachkundige Bürger anwesend waren. Nach einer umfangreichen Diskussion sprachen sich alle dafür aus, den Versuch, in die Förderung zu gelangen, zu wagen. Denn mehr ist es erst einmal nicht. Das betonte  Bürgermeister Karsten Eule-Prütz immer wieder. Einen entsprechenden Beschluss dazu müssen in diesem Monat noch der Hauptausschuss und die Stadtverordnetenversammlung fassen. Die Kosten für einen Umbau zum Freizeitbad werden nach ersten Schätzungen auf 4,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Förderung für „haushaltsnotleidende Kommunen“ würde bei dem Programm 90 Prozent betragen. Was die Haushaltsnot der Stadt Herzberg betrifft, so könne die Stadt auf eine Bestätigung durch die Kreisverwaltung zählen, so der Bürgermeister.

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