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Dass auch die Führungen wie immer gut nachgefragt waren, wundert Dirk Böhm-Wirt nicht. Er ist einer von jenen, die den Gästen die Technik nahebringen. „Das Schöne ist, dass die Leute hierher kommen, weil es sie wirklich interessiert und sie sehen wollen, welcher Wahnsinnsaufwand dahinter steckte, um Braunkohlebriketts herzustellen.“ Böhm-Wirt reichert seine Führungen dabei mit Anekdoten an, beispielsweise mit dem Abstürzen einer Lok unten beim Kohlebunker oder wie ein ein Meter langes Stück Eisenbahnschiene im Walzenbrecher landete. Auch Zahlen hat er parat. „Wer könnte sich heute vorstellen, dass zwölf Tonnen Kohlestaub, und zwar täglich, bei der Produktion anfielen.“

Im Eingangsbereich der Fabrik hatten sich Uebigau-Wahrenbrücks Bürgermeister Andreas Claus und seine Frau Antje postiert. Ihre Mission: der Verkauf des in Finsterwalde abgefüllten „Schlotbieres“. Der Erlös soll helfen, die Sanierung des 68 Meter hohen Fabrikschornsteines zu stemmen. Eintausend Literflaschen sind abgefüllt worden, 175 Flaschen fanden am Sonntag schon ihre Abnehmer. Entweder zum selber trinken, oder, nett dekoriert, als Geschenkidee. Und die Nachfrage nach dem Gerstensaft ist ungebremst. Acht Kisten á sechs Flaschen sind am Sonntag reserviert worden. Die Fleischerei Weiland aus Doberlug-Kirchhain möchte „Schlotbier“ künftig in die Präsentkorbe packen. Thomas Hettwer von der Sparkassenstiftung kann sich vorstellen, je ein Fläschchen den Musikern des Graun-Wettbewerbes zu schenken. Bürgermeister Andreas Claus ist gebeten worden, zur Energiefachtagung an der BTU Cottbus ebenfalls mehrere Flaschen mitzunehmen, um sie dort für den guten Zweck zu verkaufen. Na bitte: Es läuft – in mehrfacher Hinsicht.

Viele Gäste wollten sich eine Führung nicht entgehen lassen. Dieser Denkmaltag war ein Volltreffer. FOTO: Antje Claus
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