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Herzberg

Ein neues Haus für die „Spatzen“

Die Kindertagesstätte „Spatzennest“ in Herzberg kann an ihrem jetzigen Standort gegenüber der Elsterlandgrundschule bestehen bleiben, allerdings soll dafür ein komplett neuer Bau errichtet werden.FOTO: LR / Rudow

Herzberg. Herzberger Bauausschuss diskutiert über Sanierung oder Neubau der Kita „Spatzennest“.

Das Karussell dreht sich in Herzberg, was die Zukunft der Kinderbetreuung betrifft. Nach der Entscheidung für einen Anbau an die Elsterlandgrundschule favorisiert der  Herzberger Bauausschuss auch für die Kita „Spatzennest“ einen Neubau. Dass die Abgeordneten für diese Einrichtung als erste der drei zur Debatte stehenden Kitas im Kernstadtgebiet konkrete Zukunftspläne schmieden (neben „Spatzennest“ noch „Flax und Krümel“ in Trägerschaft der Volkssolidarität und „Märchenland“ in Trägerschaft der Intawo), hat auch mit möglichen Finanzierungsquellen zu tun. Das Land hat im Rahmen des Förderprogramms „Kleine Städte“ für Herzberg die Elsterlandgrundschule und die Kita „Spatzennest“ als Gebietskulisse bestätigt. „Natürlich schielen wir zur Finanzierung des Neubaus auch auf dieses Programm“, so Stadtplanerin Janett Lehmann.

Doch soweit ist man bei der Stadt noch lange nicht. Erstmal geht es darum, grundsätzlich festzulegen, ob die Kita von grundauf saniert werden oder komplett neu gebaut werden soll. Mit dieser Frage hat sich der Bauausschuss am Dienstagabend auf seiner Sitzung, an der auch die Mitglieder des Kultur-und Bildungsausschusses teilnahmen, intensiv beschäftigt. Helfen soll den Abgeordneten bei ihrer Entscheidungsfindung das so genannte Modul 4 der Machbarkeitsstudie zur sozialen Infrastruktur in Herzberg. Zur Kita „Spatzennest“ hat Cathleen Koroschetz von der Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung Berlin (BSM) das Modul erarbeitet. Sie begleitet die Stadtentwicklung in Herzberg schon seit vielen Jahren.

Die Untersuchungen haben sich intensiv mit dem Vergleich von Um- und Neubau beschäftigt. Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch das neue pädagogische Konzept, das die Kita seit etwa einem Jahr verfolgt, und das die stellvertretende Leiterin Alexandra Scheffzyk kurz vorgestellt hat. Die Kita hat ihre Arbeitsweise von geschlossenen Gruppen in eine teiloffene Arbeit umgestellt. Die Kinder können sich zeitweise in mehreren Räumlichkeiten bewegen. Mit der derzeitigen Raumstruktur lässt sich dies auch unter dem Aspekt der Aufsichtspflicht nur schwer umsetzen. Die Kita braucht flexible Räume, die sich je nach Bedarf verkleinern oder vergrößern lassen.

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