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Aus der Stadt

Anliegerbitte nicht nachgekommen

Trügerische Momentaufnahme. So ruhig ist es in der Herzberger Straße in Uebigau nur selten. Deshalb wollen Anwohner eine Neueinstufung der Straße. FOTO: LR / Sylvia Kunze

Uebigau. Die Herzberger Straße in Uebigau bleibt Haupterschließungsstraße. Verwaltung und Abgeordnete lehnen eine von Grundstücks­eigentümern wegen des vielen Verkehrs geforderte Änderung zur Hauptverkehrsstraße ab.

Die Diskussion um die Abschaffung der Anliegerbeiträge bei Straßenbaumaßnahmen wird von den Anwohnern der Herzberger Straße in Uebigau besonders intensiv verfolgt. Im Zuge eingehender Beitragsbescheide für eine zurückliegende Baumaßnahme haben sie die Stadt im Widerspruchsverfahren aufgefordert, die Straße neu einzuordnen. Ihrer Ansicht nach müsste die Herzberger Straße angesichts des vielen, immer mehr werdenden Verkehrs als Hauptverkehrsstraße eingestuft und eine neue Verkehrsplanung herbeigeführt werden. Aktuell ist sie als Haupterschließungsstraße ausgewiesen. Verwaltung und Stadtverordnete wollen daran nicht rütteln — wissen aber auch um das Problem mit dem vielen Verkehr, für das sie aktuell keine Lösung parat haben.

Solange die gesetzliche Aufforderung bestehe, von Anliegern Straßenausbaubeiträge einzuziehen, sei die Stadt in der Pflicht, hat Roland Schrey, Leiter des Hauptamtes der Stadt Uebigau-Wahrenbrück mehrfach betont. Da ändere auch die landesweit geführte Diskussion um Abschaffung der Straßenausbaubeiträge auf Landesebene (vorerst) nichts daran.

Aber warum bleibt es bei der einst getroffenen Einordnung für die Herzberger Straße? Denn dass die Verkehrsbelastung dort stetig wächst, darum kommen weder Verwaltung noch Abgeordnete umhin, dies zu bestätigen. Genau diese Belastung beachtend habe man die Einordnung als Anliegerstraße, die auf den ersten, flüchtigen Draufblick und ohne Beachtung der tatsächlichen Verkehrsverhältnisse möglich sei, bewusst nicht vorgenommen. Schließlich sei die Herzberger Straße weit davon entfernt, nur Anwohnerverkehr zu erleben. Da rollt eine nicht unerhebliche Anzahl an Lkw drüber, um den Engpass im Stadtkern zu umgehen. Auch so mancher Pkw nutzt inzwischen diesen Weg, um die Innenstadt zu umfahren. Fahrzeuge in Richtung Bomsdorf, zum Gewerbepark, zum Friedhof und zum Einkaufsmarkt nutzen die Straße ebenfalls.

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