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Berufsnachwuchs

Junge Vermesser braucht das Land

Minister Karl-Heinz Schröter (3.v.r.) und Landrat Christian Heinrich-Jaschinski 2.v.l.) enthüllen die „Ausbildungswerbung" auf den Fahrzeugen. FOTO: LR / Rudow

Herzberg. Innenminister Karl-Heinz Schröter hat am Mittwoch in Herzberg eine Werbekampagne gestartet.

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter hat am Mittwoch in Herzberg, wie er selbst sagt, Werbung in ureigener Sache gemacht. Und zwar für die Ausbildung in der Vermessungs- und Katasterverwaltung des Landes und der Landkreise. Gemeinsam mit Landrat Christian Heinrich-Jaschinski hat er auf dem Markt an je einem Messfahrzeug der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg und der Katasterbehörde im Landkreis Elbe-Elster die Aufkleber „Wir bilden aus“ enthüllt und so eine landesweite Werbeaktion gestartet. Künftig sollen alle Messfahrzeuge  des Landes mit diesem Aufkleber versehen werden. Mit Hilfe eines QR-Codes kann sich jeder Interessierte mit Informationen zur Ausbildung als Geomatiker/-inoder Vermessungstechniker/-in versorgen. Das Land sucht dringend Nachwuchs in diesem Bereich.

Der Minister bezeichnete Geodaten als ein spannendes Segment, das in der Zukunft immer wichtiger wird. „Viele Bereiche haben ihre Arbeitsgrundlage in unserer Geodatenbasis“, sagte er. Die Fachkräfte könnten überall in Brandenburg arbeiten. Im Land gebe es 17 Kataster- und Vermessungsämter. Der Beruf biete Entwicklungsperspektiven, und wer sich nicht gleich für eine Ausbildung entscheiden wolle, der könne Praktika oder Schnupperkurse nutzen, so Schröter.

Den Landkreis Elbe-Elster als Startpunkt für die Kampagne habe er ausgewählt, weil der Kreis beispielgebend für die Nachwuchsgewinnung für Verwaltungsberufe sei, so der Minister. Der Landrat konnte dafür gute Beispiele nennen. Insgesamt wurden in der Kreisverwaltung in den vergangenen Jahren mehr als 200 junge Leute ausgebildet. In den kommenden Wochen werden wieder zwei junge Frauen eine dreijährige Ausbildung zur Vermessungstechnikerin in dem Fachamt in Herzberg beginnen. 23 junge Leute wurden hier seit 1992 bereits ausgebildet. Zehn von ihnen, davon vier mit abgeschlossenem Ingenieur­studium, würden jetzt im Kataster- und Vermessungsamt Elbe-Elster arbeiten, so Heinrich-Jaschinski. „Die Chancen auf eine Übernahme sind bei guten Abschlüssen groß“, sagte der Landrat. 43 Mitarbeiter hat das Amt unter Leitung von Ulf Hindorf. Noch sei die Altersstruktur in seinem Bereich gut, meinte der Amtsleiter. Allerdings sei schon jetzt klar, dass man bis  2030 insgesamt 14 neue Mitarbeiter brauche.­

(ru)
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