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Botanischer Garten

Mehr Leben in die „Perle“ bringen

Der Pfingstrock im Botanischen Garten ist schon zum „Renner“ geworden. FOTO: Dieter Müller

Herzberg. Herzberg beginnt Planungen für den Botanischen Garten. Ein neuer Verein gründet sich.

Er ist eine Perle mitten in der Stadt Herzberg – der Botanische Garten. Um 1900 von dem Fabrikanten Marx errichtet, bildet er mit der Jugendstilvilla ein Kleinod mit besonderer Ausstrahlung. Dass die Marxsche Villa zunehmend verfällt und (bis auf die Chorproben des Männergesangsvereins) fast gar nicht mehr genutzt werden kann, schmerzt viele Herzberger. Das kleine Team um Stadtgärtner Reinhard Straach gibt sich die größte Mühe, den Garten in Ordnung zu halten und seine Strukturen zu wahren, doch vieles kann einfach nicht geleistet werden.

Garten und Villa stehen als Teil des Herzberger Sanierungsgebietes unter Denkmalschutz. Für die Innenstadt erhält die Stadt seit mehr als zwei Jahrzehnten Mittel aus dem Programm städtischer Denkmalschutz. Diese Fördermittel sind in fast alle Vorhaben im Sanierungsgebiet geflossen, von den Straßen bis zu Haussanierungen. Der letzte Teil der Torgauer Straße bis zur Kreuzung Katharinenstraße/Grochwitzer Straße wird davon auch noch profitieren. Dann sind in Herzberg bei der Innenstadtsanierung nur noch zwei große städtische Projekte offen: der Neumarkt und der Stadtpark einschließlich Botanischem Garten und der Marxschen Villa.

Seit Jahren ist das Vorhaben Botanischer Garten von der Stadt beim Land zur Zielplanung erklärt. Fördermittel hat Herzberg dafür aber noch nicht abgerufen. Es liegen auch noch keine konkreten Planungen vor. Gründe: Die Stadt hat ihr Geld bisher immer für andere Projekte benötigt. Es handelt sich um eine Drittelfinanzierung Bund/Land/Kommune. Und sie hat keine rechten Vorstellungen, wie die Marx­sche Villa künftig genutzt werden könnte.

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