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Jetzt aber macht das Land Druck und fragt nach, ob die Maßnahme in der Förderung verbleiben soll, sagt Bürgermeister Karsten Eule-Prütz. Deshalb ist die Stadt nun gezwungen, zumindest mit der Planung zu beginnen und hat ein europaweites Vergabeverfahren für den ersten von zwei Abschnitten der Freianlagen angeschoben. Dass dies vorher im Bauausschuss nicht kommuniziert wurde, haben die Abgeordneten kritisiert und wollen im nächsten Ausschuss die konkrete Aufgabenstellung skizziert wissen.

Die bauliche Sanierung ist aber nur die eine Seite. Die andere sind die Nutzung des Botanischen Gartens und seine dauerhafte Pflege. „Dabei ist der Stadtgärtner ziemlich auf sich allein gestellt. Wenn wir im Sommer zusätzliche Kräfte bekommen, sind wir froh. Die Stadt allein kann die Qualität des Gartens nicht halten. Wir brauchen Unterstützung“, so Karsten Eule Prütz.

Mitstreiter dafür sind bereits gefunden. Die beiden Herzberger Nicole Graf und Markus Wegner bereiten derzeit die Gründung eines Vereins vor, der den Namen „garten.kultur.gestalten e. V.“ tragen soll. Markus Wegner, vor kurzem erst aus Wien nach Herzberg gezogen, hat einen guten Blick von außen auf die Stadt. „Der Garten und die Villa sind eine Perle. Aber sie liegen brach. Wir möchten den Ort wiederbeleben. So ist die Idee für den Verein entstanden. Er soll in erster Linie der Unterstützung der Stadt dienen“, sagt er. Der Garten sei ein Ort, wo Groß und Klein sich begegnen, ergänzt Nicole Graf. Als Mitglied des Fördervereins der Elsterlandgrundschule weiß sie, dass sich schon die 6. Klassen in einem Projekt mit dem Botanischen Garten beschäftigen.

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