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Ronny Zierenberg: Motiviert, es besser zu machen

An Selbstbewusstsein und Mut fehlt es Ronny Zierenberg nicht. Er fordert Amtsinhaber Jörg Gampe heraus und will Bürgermeister werden.

Sie sind den Finsterwaldern bekannt als gewähltes Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Warum wollen Sie nun Bürgermeister werden?
In meinen 33 Lebensjahren habe ich mehr als 15 Jahre aktiv im Parlament mitgearbeitet. Als Abiturient war ich Vorsitzender des Jugendausschusses und während meiner Ausbildung wurde ich 2003 als Stadtverordneter der Bürger für Finsterwalde (BfF) ins Parlament gewählt. Meine Erfahrungen im Beruf und mein langjähriger Einblick in die parlamentarische Arbeit geben mir nun den Mut, Bürgernähe und Sachbezogenheit effektiv zu verbinden. Wie diese Herausforderung von meinen Vorgängern realisiert wurde, habe ich als Lernprozess angenommen und weiß heute, dass ich es zeitgemäßer, bürgernäher und sachbezogener hinbekomme.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die Ihnen als Bürgermeister und den Finsterwaldern zugute kommen würden?
Mein Berufsleben ließ mich bisher mehr als nur Verwaltungswände sehen, was mir eine andere Sicht auf anstehende Dinge gibt. Ich fühle mich nur dem Bürger und unserer Stadt verpflichtet statt einer Partei. Weiterhin habe ich in den vielen Jahren als Stadtverordneter trotz Gegenwinds meine Meinung vertreten und mich nicht vom Kurs der Sachbezogenheit abbringen lassen. Statt nur von Bürgerbeteiligung zu reden, setze ich sie um. Mein Handeln ist vom Blick nach vorn genauso geprägt, wie vom kritischen Hinterfragen. Für mich zählt agieren statt reagieren und dies zum Wohle unserer Bürger und der Stadt. Die Politik befindet sich im Wandel und so sollten wir frühzeitig auf mehr direkte Demokratie setzen, als weiterhin in der starren Repräsentativen zu verharren. Unsere Bürger müssen mit- und ernstgenommen werden.

Wenn Sie sich die Sängerstadt in acht Jahren vorstellen, welches Bild haben Sie von Finsterwalde?
In acht Jahren erhoffe ich mir Folgendes: Eine verbesserte Bürgerbeteiligung und Kommunikation von Beschlussvorlagen. Bürger, die das Gefühl haben, beim Mitgestalten gebraucht zu werden, statt nur zur Wahl. An Politik interessiertere Bürger mit einer deutlich höheren Wahlbeteiligung zur Folge. Eine Sängerstadt-Region mit gestärkten Positionen und klug genutzten Synergien, zu denen auch die hoffentlich gut funktionierende Stadthalle zählt. Eltern die sich nicht mehr zwischen Beruf oder Familie entscheiden müssen, weil die Betreuungszeiten sich in meiner Amtszeit an die Realität angepasst haben.

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