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Baugeschehen

Vom Kleckern und Klotzen in den Schulen

Die Schliebener Bürgermeisterin Cornelia Schülzchen hat die ehrenvolle Aufgabe, beim kleinen Richtfest an der Grund- und Gesamtschule den letzten, symbolischen Nagel ins Gebälk zu schlagen. Es dauert zwar einige Zeit und braucht viele Schläge, aber letztlich ist er restlich versenkt. FOTO: LR / Sylvia Kunze

Schlieben. In Schlieben und Hohenbucko gehen die Bauarbeiten trotz des Schulbeginns weiter. In der einen Schule schwebt der Richtkranz über dem neuen Fachraum, in der anderen wird weiter umfassend energetisch saniert.

SCHLIEBEN Die Schüler, die es angeht, haben schon Schulschluss und sind längst zu Hause. Nur ein paar jüngere Hortkinder bekommen am Rande und kurz vor dem Eintreffen der Busse, die sie nach Hause bringen, noch mit, wie der Richtkranz auf dem Dach des zukünftigen Fachraums befestigt wird. Nach dem Richtspruch von Zimmermann Steffen Jüngling von der Zimmerei Thielke schreitet Bürgermeisterin Cornelia Schülzchen zur Tat. Der lange Sparrennagel ragt zentimeterlang aus dem Holz. „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen Nagel eingeschlagen habe“, bangt die ehrenamtliche Stadtchefin um ihre Treffsicherheit und Ausdauer und hämmert entschlossen los. Es dauert zwar seine Zeit und braucht viele, viele Schläge – aber letztlich ist der lange Nagel gerade ins Holz getrieben und bis zum Kopf versenkt. Das Richtfest kann gefeiert werden!

Bauherren, Baubegleiter und Baunutznießer, also Amt Schlieben, Stadt Schlieben und Schule Schlieben, sind sich darin einig, dass das sprichwörtliche Klotzen zwar besser wäre als Kleckern, aber angesichts klammer Kassen kleineres Kleckern immer noch besser als Stillstand ist. „Natürlich wäre es schöner, wenn wir hier nicht nur über den einen Unterrichtsraum reden würden, sondern auch gleich noch den geplanten Anbau mit umsetzen könnten. Aber wir haben dafür leider immer noch keine Fördermittel auftreiben können“, sagt der Schliebener Bauamtschef Harald Kutscher.

Stattdessen entstehe jetzt erst einmal der neue Raum für den Unterricht im Fach Wirtschaft, Arbeit, Technik. Lehrer Lars Bloch freut sich schon auf das „neue“ Lernen, das dann möglich sein kann, „wenn auch bei der Ausstattung keine hal­ben Sachen gemacht werden“. „Darüber müssen wir uns in der Haushaltsplanung für das nächste Jahr unterhalten“, hat sich Bürgermeisterin Cornelia Schülzchen schon notiert.

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